11.09.17
Deutscher Wandertag 2017 am 26. - 31. Juli 2017 in Eisenach und Bad Liebenstein
Taunusklub-Mitglieder beim Deutschen Wandertag

Taunusklub-Mitglieder beim Deutschen Wandertag

Unter dem Thema „Wandern auf Luthers Spuren“ fand der 117. Deutsche Wandertag in der letzten Juliwoche 2017 in Eisenach statt.

Als Delegierte des Taunusklubs nahmen Hedwig Groß vom MV Königstein und Dieter Müller vom MV Limburg teil. Als stellv. Fachwartin war auch Carmen Haub, 2. Vors. MV Königstein, dabei und vertrat den Taunusklub in der Fachwartetagung „Wege“.

Dieter Müller besuchte in Vertretung des Vorsitzenden Bertram Huke die „Vorsitzendenrunde“.

Diese Tagungen waren – wie üblich – am Freitag in der Wandertagswoche.

Sowohl bei der Eröffnung am Donnerstagabend, bei der Mitgliederversammlung am Freitagnachmittag im Festsaal der Wartburg, beim ökumenischen Gottesdienst auf dem Elisabethplan unterhalb der Wartburg und der traditionellen Feierstunde (ähnlich einem „Akademischen Akt“,incl. „Festvortrag“) am Sonntagvormittag waren die Tauniden dabei.

Zur Mitgliederversamm-lung am Freitag wurde die Wartburg zu Fuß „erklommen“; am Sonntagmorgen fuhren dann Sonderbusse.

Inhaltlich beschäftigte sich die Mitgliederversammlung mit der Neuwahl des Vorstandes – nur wenig verändert gegenüber dem alten – und der Verabschiedung einer Resolution mit Forderungen an die Politik im Vorfeld der Bundesagswahl. Darin wird eine Koordinierungsstelle ebenso gefordert wie eine ausreichende finanzielle Ausstattung für Wander-Infrastruktur sowie eine bessere Anerkennung des Ehrenamtes.

Der Markt von Eisenach war der Mittelpunkt des großen Wanderertreffens in der Bach- und Lutherstadt.

Auf der Marktbühne wurden am Donnerstagabend die Wanderer aus Sebnitz/Sächsische Schweiz, der Wandertagsstadt 2016, mit dem Wandertagswimpel in Empfang genommen, zahlreiche Musik- und Gesangsgruppen unterhielten den ganzen Tag über die Wanderer, und diverse Auszeichnungen für besondere Wanderverdienste (Schulen, Wanderjugend...) fanden hier statt; es gab Tanz und Sportübungen – und viel Essen und Trinken.

Die Tourismusbörse hatte ihre Zelte und Stände in den umliegenden Straßen aufgeschlagen.

Auch die Gastgeber des 118. Deutschen Wandertages im kommenden Jahr aus Lippe-Detmold (Teutoburger Wald) stellten sich, ihre Heimat und den Stadt ihrer Vorbereitungen, vor. Das Motto heißt dann „Gemeinsam unterwegs in Lippe – Land des Hermann“.

Am Sonntag kamen annähernd 90 Tauniden mit zwei Bussen nach Eisenach, um am großen Umzug der mehr als 20.000 Wanderer aus ganz Deutschland teilzunehmen.

Dankenswerterweise hatte Stefan Schmiedendorf vom MV Bad Soden die Planung, Werbung und Organisation der großen Wanderergruppe übernommen.

Auch mehrere Vorstandsmitglieder waren mit Tauniden aus vielen Zweigvereinen nach Eisenach gekommen. Einige schafften es an dem Tag sogar noch, zwischen Busankunft und Umzug einen Kurzbesuch auf der Wartburg zu machen. Die meisten reihten sich am Nachmittag hinter dem Schild „Taunusklub“ in den Zug ein, andere waren „winkendes Volk“.

Beim Marsch durch die Stadt profitierte die Gruppe von der nicht alltäglichen, farbenprächtigen Musikgruppe „Gruselgugge Ilmenau“, die direkt vor ihr mächtig auf die Pauken hieb, sodass der Klub eigentlich „unübersehbar“ war und auch entsprechend vom Moderator genannt und begrüßt wurde.

Die traditionelle Schlusskundgebung am Montag mit der Übergabe des Wander-tagswimpels an den Bürgermeister – in Eisenach war es die Oberbürgermeisterin - fand im Kurpark von Bad Liebenstein statt, und der Taunusklub war noch durch zwei Mitglieder vertreten, die aber sehr bemüht waren, sich möglichst laut zu melden, als die teilnehmenden Verbände aufgerufen wurden.

Dieser Aufruf ist immer ein gewisser Höhepunkt, weil er noch einmal – außer dem Umzug – vergegenwärtigt, wie viele und unterschiedliche Gebiets- und Heimat-Vereine dem Deutschen Wanderverband angehören und am Wandertag teilnehmen. Die Veranstaltung schließt regelmäßig mit dem Singen der Nationalhymne.

Insgesamt war es eine gelungene und gut organisierte Veranstaltung. Laut Presse-meldungen sollen beim Umzug sogar annähernd 30.000 Wanderer in Eisenach gewesen sein.

Im Hinblick auf das 150jähriges Jubiläum des Taunusklubs im nächsten Jahr wäre es schön, wenn er als ältester deutscher Wanderverein (1868) und Initiator für die Gründung des Deutschen Wanderverbandes (1883 in Fulda) wieder mit einer größeren Gruppe – am besten wieder im Rahmen einer Wanderwoche (wie 2016 in der Sächsischen Schweiz) in Lippe-Detmold teilnimmt.