30.08.09
Forstkundliche Wanderung der Hofheimer Tauniden

Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Stadtverband Hofheim e.V. bot der Taunusklub Hofheim am 18. August 2009 eine natur- und forstkundliche Wanderung in der Hofheimer Gemarkung an.

Vom Treffpunkt am Hofheimer Waldfriedhof ging die Gruppe zunächst zum Waldhaus der SDW Hofheim. Dort führte der Vorsitzende Horst Mauer durch den Naturgarten mit seinen vielen verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Blumen und warb für naturnahe Hausgärten, die zahlreichen Kleinlebewesen besseren Lebensraum geben als perfekte Ziergärten mit hochgezüchteten oder gar exotischen Pflanzen.

Der Teich voller Wasserpflanzen ist eine ideale Ergänzung. Die SDW hat außerdem einen kleinen Tiergarten mit Freigehegen für Haselhühner, Wachteln, Eidechsen und das einheimische rote Eichhörnchen. Zwei Kamerunschafe sind die Freude vor allem der jungen Besucher der Anlage. Die Teilnehmer erfuhren auch einiges über die Naturschutzarbeit der SDW, die die Reintegration von Langzeitarbeitslosen einschließt. Dann übernahm der für die Öffentlichkeitsarbeit des Forstamtes Königstein zuständige Forstamtmann Schwed die Führung und machte gleich auf dem Weg über den Waldfriedhof auf die unterschiedlichen, teils exotischen Nadelbäume - u.a. ein Mammutbaum, Sequoia dendron giganteum  - und deren so spezifische Zapfen aufmerksam.

Durch die Wolfsschlucht ging es zum "Einsiedler", wo die Hofheimer Waldjugend ihr Domizil hat. Während einer kleinen Einkehr wurde über deren Arbeit in verschiedenen Altersgruppen informiert.  Im Diedenbergener Wald erläuterte Herr Schwed die Umwandlungsmaßnahmen des Forstamtes von Kiefernwald in standortgerechten Buchen- /Eichen-Mischwald und zeigte die Schwierigkeiten der mit einem solchen Umbau verbundenen Anpflanzungen auf. Aber auch weitere interessante Dinge konnten die Mitwanderer sehen und erfahren, ob es nun einige größere Ulmen waren, die der Ulmenkrankheit entgangen sind, besondere Exemplare von Buchen und Eichen, die aus der forstlichen Nutzung herausgenommen worden sind, die Vorzüge der seit etwa 100 Jahren in unserem Gebiet heimischen Douglasien oder auch Schlafplätze von Rehen, um nur einiges zu nennen.

Über die Feldgemarkung ging es zur gemeinsamen Einkehr in das Gartenrestaurant am Sportpark Heide und zurück zum Ausgangspunkt. Alles in allem war es eine sehr informative Wanderung, die uns auch jenseits der offiziellen Wege neue Gebiete und Erkenntnisse erschloss.