Etwa 100 Taunusklub-Mitglieder nahmen am großen Festzug anlässlich des 109. Deutschen Wandertages in Willingen/Uppland teil, der in der 2. Augusthälfte stattfand. Im gut organisierten und für die große Menge an Wanderern, die teilnahmen - es sollen etwa 20.000 gewesen sein - flott durch die Stadt geführten Umzug, zeigte sich die bunte Mischung und die weite Verbreitung der Wanderbewegung in Deutschland. Vom Eggegebirge, über die Haßberge, den Steigerwald bis hin zur Dübener Heide und die Porta Westfalica waren Wander-Begeisterte gekommen, denn fast 60 Wanderverbände tummeln sich unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes. Der allergrößte Teil von ihnen war in Willingen vertreten. Dabei sind die Mitgliederzahlen sehr unterschiedlich. Es gibt "Minivereine", wie z.B. den Frankfurter Stadtwaldverein mit 60 Mitgliedern bis hin zu "Riesen" wie den Schwäbischen Albverein, der über 100.000 Mitglieder zählt. Der Taunusklub gehört mit rund 3.000 Mitgliedern dabei eher zu den kleineren.
In Willingen bildeten die Wanderer eine große Familie, die bei herrlichem Wetter mit ihren bunten Wimpeln, vielen bunten "Vereinsmerkmalen" wie einheitlichen T-Shirts oder Sonnen(Regen)-Schirmen durch die Stadt zogen und - so war zu hören - einen guten Eindruck - und blitzsaubere Straßen - hinterließen. (Ein Wanderer ist es eben gewohnt, seinen Abfall wieder einzupacken!)
In der Woche vorher waren schon viele zum Wandern und Erkunden der Gegend ins Waldeck'sche Uppland gekommen, auch Gruppen der Taunusklub-ZV aus Limburg und Königstein. So war der Klub auch bei der Eröffnungsveranstaltung mit Musik und den obligatorischen Begrüßungs- und sonstigen Reden vertreten, an der auch Ministerpräsident Roland Koch teilnahm und sehr engagiert für Hessens und seine vielfältigen Wanderregionen warb.
Am Sonntag rollten dann die meisten Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit Bussen an. Aus dem Taunus kamen Oberurseler, Kronberger, Butzbacher, Köpperner, Frankfurter vom Stammklub und aus Nied, Kronberger, Limburger, Königsteiner, Wetzlarer und Usinger (wer noch?) und bildeten einträchtig die Festzugsgruppe TAUNUSKLUB, für die ein kleiner Willinger das Erkennungschild voran trug. 15 Musikkapellen begleiteten die Wanderer und bereicherten akustisch und visuell das heitere Treiben.
Für die Organisation des Deutschen Wanderverbandes war zwei Tage zuvor der Vorstand neu gewählt bzw. der alte größtenteils bestätigt worden.
Oberurseler und Königsteiner Tauniden vertraten den Klub auch noch bei der Abschlussveranstaltung am Montagvormittag, die im Auslauf der Mühlenkopfschanze stattfand und bei der der spezielle Wandertagswimpel für ein Jahr an den Bürgermeister von Willingen übergeben und die Wanderer für 2010 zum 110. DWT nach Freiburg und in den Schwarzwald eingeladen wurden.

