11.10.09
Neu Anspacher Tauniden: Hüttentour auf dem Lasörlinghöhenweg

Bereits im vergangenen Jahr waren die Tauniden aus Neu-Anspach aufgebrochen, um den Lasörlinghöhenweg in Osttirol in voller Länge zu beschreiten - allein das Wetter damals hatte die eifrigen Wanderer daran gehindert. Der fehlende Teil wurde nun in diesem August angegangen.

"Wir sind allerdings in umgekehrter Richtung zu vergangenen Jahr gelaufen", berichtet Uwe Trieschmann von der diesjahrigen Tour. Und so begann die Wegstrecke bei strahlendem Sonnenschein in Ströden, gelegen im Virgental. Vorbei an den Umbalwasserfällen ging es zum ersten Etappenziel, der Clarahütte. Eine deftige Brotzeit und eine Übernachtung in der kleinen, aber urgemütlichen Hütte machten das Wanderglück des ersten Tages nahezu perfekt.

Der zweite Tag führte dann durch das Dabertal hinauf bis zur Daber Lenke (2631m) und weiter auf dem Höhenweg bis zur Neue Reichenberger Hütte, wo die Wanderer die zweite Nacht verbrachten. Durch Sonne und Wärme inspiriert, entschlossen sich die Taunus-Wanderer spontan auch den Hausberg der Hütte, die Gösles Wand (2912m), zu besteigen. Eine Strapaze, die sich nach einhelliger Meinung der Teilnehmer lohnte, und von der man sich am Bödensee direkt an der Hütte erholen konnte. Wem der herrliche Anblick dabei nicht genug war, sprang einfach ins kalte Nass. Zwei Wanderer waren so mutig…

Die längste Etappe stand am dritten Tag an. Der erste markante Meilenstein war dabei die Rote Lenke (2794m). Danach ging es über  die Scharte (2753m) im Nordgrat des Stampfleskopfes. Gerade erreicht, verdunkelte sich der Himmel. Was zunächst nur wie ein Schauer aussah, wuchs sich zu einem heftigen Gewitter an. Nass und frierend erreichte man schließlich das Prägrater Törl, wo ein aufgeschreckter Schwarm Schneehühner schnell das Weite suchte. Der Abstieg in der Schuttrinne unterhalb des Törls verlangte von den Alpinisten noch einmal die volle Konzentration, aber irgendwann war die Lasörlinghütte als Etappenziel erreicht.

Der Abstieg nach Rain am nächsten Morgen war wieder begleitet von strahlend blauem Himmel und einer grandiosen Fernsicht.  Und so ging eine tolle Tour zu Ende und alle Wanderer nahmen schließlich denselben besonderen Eindruck der Tour mit nach Hause: "Wir haben die Lasörlinghütte auch mal bei schönem Wetter gesehen - endlich…"