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Usinger Anzeiger vom 1.12.2016


Dr. Martin von Förster (links) und Wolfgang Rinner

Alte Ravenstein-Karten sind mittlerweile Gold wert

 

TAUNUSKLUB Weihnachtsfeier der Wegemarkierer auf dem Feldberg / „Jubiläumsweg“ zum 150. Geburtstag des Taunusklub im Jahre 2018

 

SCHMITTEN - (mg). Am 5. Januar 1868 brachen 27 Wanderfreunde aus Frankfurt unter der Führung von August Ravenstein frühmorgens bei Eis und Schnee auf und gründeten auf dem Feldberggipfel den Taunusklub. Sie konnten nicht ahnen, dass sie den Beginn eines Volkssportes auslösten, der etliche Zweigvereine bildete. Der Kartograf, Topograf, Verleger und Buchhändler Ravenstein (auch als „Frankfurter Turnvater“ bekannt) erstellte Wegekarten und regte an, die Wege zu markieren. Seither stellt der älteste und mitgliedstärkste Taunusklub Stammklub Frankfurt die größte Gruppe von Wegemarkierer, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig sind. Mit den Zweigvereinen sind 70 Markierer, davon 40 vom Stammklub, im gesamten Taunusgebiet unterwegs, um das 2.700 Kilometer lange Wegenetz mit Markierungen zu versehen.

 

Eine besondere Aufgabe steht ihnen jedoch im Frühjahr bevor, wenn der „Jubiläumsweg 150 Jahre Taunusklub“ markiert werden soll. Denn 2018 wird der Stammklub sein 150-jähriges Jubiläum feiern, unter anderem mit einem schönen Festakt im Kaisersaal im Frankfurter Römer. „Bis dahin wollen wir der ursprünglichen Wanderung vor fast 150 Jahren gefolgt und den Weg ausgewiesen haben“, teilte in froher Erwartung der Vorsitzende Gerhard Uhl den Wegemarkierern im Wanderheim des Taunusklubs mit, die sich zur Weihnachtsfeier im Aussichtsturm auf den Großen Feldberg zusammenfanden.

 

Damals führte der Weg in den Taunus vom Bahnhof Rödelheim, heute ein Stadtteil von Frankfurt, zum Bahnhof Oberursel. Zu Fuß ging es weiter zur Hohemark, dann auf Fuhrwegen und Pfaden zum Feldbergplateau. Der „Jubiläumsweg“ wird 150 Jahre später die Wanderer von der Hohemark über die „Weiße Mauer“ unterhalb des Altkönigs bis zum Fuchstanz und weiter bis auf den höchsten Taunusgipfel führen. Zehn Kilometer lang mit einem Höhenunterschied von 590 Metern.

 

Am 1. Dezember wird Wolfgang Rinner, Leiter der Wegemarkierer im Stammklub Taunus, gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Naturparks Hochtaunus, Uwe Hartmann, und dem Hauptwegewart vom Taunusklub Köppern, Wolf Jäger, den Weg ablaufen, um die Standorte von vier neuen Informationstafeln festzulegen, für die der Taunusklub eine Baugenehmigung einreichen muss.

 

Am 8. Januar 2017 wird der Jubiläumsweg erstmalig an der Traditionswanderung zum Feldberg mit dem Stammklub unter der Führung von Christel Nordmann und Gerhard Uhl erkundet. Eine zweite Traditionswanderung am selben Tag, nur zwei Kilometer kürzer, wird Wolfgang Rinner und Karlheinz Wiegel führen. Gerne würde der Frankfurter Stammklub auch jungen Leuten die Schönheit der Wälder und die Freude des Wanderns näherbringen, wie es schon Inge Marx macht, die Kinder und Jugendliche immer am ersten Samstag nach den hessischen Sommerferien um 10 Uhr von der Hohemark auf den Großen Feldberg führt. „Es ist leider sehr schwierig, in der Stadt Frankfurt junge Leute zum Wandern zu motivieren“, meinte Rinner, „wir setzen aber alles dran.“

 

GPS alleine reicht nicht

 

Vielleicht geht das ja über GPS-Daten, die Dr. Martin v. Förster, zuständig für Wanderwege auf den Landkarten des Landesvermessungsamtes, auf seiner Homepage www.drmvf.de zusammenstellte. „Für das Benutzen zum Navigieren mit GPS-Geräten dienen die Dateien mit der Bezeichnung NAVI im Namen“, so Förster, dessen Wegführung er von den abzweigenden Querwegen des Taunusklubs bereinigte. Seine normalen GPS-Daten sind für den Gebrauch mit elektronischen Landkarten geeignet, wohlgemerkt nicht zum Navigieren mit GPS-Geräten, da die eingezeichneten Querwege diese Geräte in die Irre führen.

 

Wer ursprünglich wandern möchte, nimmt eine Landkarte zur Hand. Hier empfiehlt Förster besonders topografische Karten mit dem Maßstab 1 zu 25.000. „Wer noch eine hat, bitte unbedingt behalten“, warnt Förster, da das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation seit Herbst 2014 keine Wanderkarten mehr druckt. „Die alten Karten des Ravenstein Verlages werden mittlerweile wie Gold gehandelt“, weiß Förster, der jedem Wanderfreund rät, in den Buchhandlungen noch nach normalen Karten nachzufragen. Denn bei aller technischen Raffinesse sind die Akkus schnell leer; in den Tälern herrscht Funkstille.

 

Neben den Wanderrouten hat Förster auch alle Wege entlang der Taunusbahn auf seiner Homepage ausgewiesen. In einem Gemeinschaftsprojekt des Taunusklubs, dem Naturpark Taunus und der Taunusbahn gibt es auch Wanderflyer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), damit die Strecken zu Fuß von Bahnhof zu Bahnhof mit Vergnügen gelaufen werden können, natürlich markiert vom Taunusklub.

Taunus-Zeitung vom 14. Oktober 2016 - Hardtbergturm soll doppelt soch hoch gebaut werden -


Nicht mehr standfest ist der Hardtbergturm in Mammolshain (oben). Der Förderverein mit dem Vorstand Mareike Schuster (Schriftführer), Christoph Klein (2. Vorsitzender), Hans-Dieter Hartwich (Vorsitzender), Christoph Jung (Kasse), Ingrid Reimer (Beisitzer) und Johannes Schießer (Beisitzer) wollen ihn neu bauen lassen.

Der marode und seit 2012 gesperrte Hardtbergturm soll bis Ende 2020 neu und doppelt so hoch wie bisher gebaut werden. Um die Pläne verwirklichen zu können, muss allerdings zunächst die Werbetrommel gerührt werden: Die Kosten betragen geschätzte 300 000 Euro.

 

Mammolshain.

Die 2600 Mark, die der Taunusklub Frankfurt Ende des vorletzten Jahrhunderts investierte, haben sich ausgezahlt: Seit der Eröffnung des Hardtbergturms am 4. Dezember 1899 haben unzählige Wanderer und Spaziergänger, Einheimische und Touristen die Aussicht genossen. Bereits 1884 war ein einfacher Holzturm errichtet worden, der jedoch schnell verrottete. Die Eisenkonstruktion hat wesentlich länger durchgehalten und wurde 1999 von 11,50 auf 14,50 Meter aufgestockt.

 

Heute ist der Turm aber nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Aussicht, etwa auf die Rhein-Main-Ebene oder die umliegenden Burgen, wird weitgehend durch hohe Bäume getrübt. Zudem ist das Bauwerk marode: 2012 hatte eine Prüfung ergeben, dass das Stahlkonstrukt stark korrodiert und die Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet ist. 2013 beantragte die Stadt den Abriss, zu dem es nicht zuletzt aufgrund vieler Bitten aus dem Edelkastaniendorf kam: „Die Mammolshainer waren nicht begeistert“, so Ortsvorsteher Hans-Dieter Hartwich (CDU). Seitdem steht der Turm eingezäunt da, die unteren Stufen wurden aus Sicherheitsgründen entfernt.

 

Bis Ende 2020 soll er nun wie Phoenix aus der Asche auferstehen: Im Dorfgemeinschaftshaus hat sich am Mittwochabend ein Förderverein gegründet, der einen neuen, schöneren und vor allem höheren Turm bauen will. 27 bis 30 Meter sind anvisiert, die geschätzten Kosten liegen bei 300 000 bis 350 000 Euro. Die in den vergangenen Jahren von der AG Hardtbergturm – dem Vorläufer des Vereins – und der Stadt angestrebte „kleine Lösung“, eine Sanierung für rund 75 000 Euro, wurde fallengelassen. Das Geld dafür war bereits in den Haushalt eingestellt. Eine weitere Aufstockung des bestehenden Turms ist aus statischen Gründen nicht möglich, an der eingeschränkten Sicht hätte sich nichts geändert.

 

Das Umdenken bei Hartwich, Bürgermeister Leonhard Helm und Landrat Ulrich Krebs (beide CDU) hat in einem Hubsteiger neben dem alten Turm, in rund 25 Metern Höhe, eingesetzt. Die Aussichten haben sie nachhaltig beeindruckt. Ein Neubau in dieser Sphäre wäre laut Helm „ein Aushängeschild für uns alle“. Die Attraktivität Königsteins und der Region würde weiter gesteigert, ergänzte Hartwich. Zudem wäre der Turm eine hervorragende Verknüpfung zu den Burgen in Königstein, Falkenstein und Kronberg sowie als Startpunkt zum Waldlehrpfad, der ebenfalls aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden soll (wir berichteten).

 

Ziel des Vereins ist es nicht nur, Mittel für den Bau zu beschaffen. Auch die spätere Instandhaltung soll durch Aktionen und die weitere Akquirierung von Geldern gewährleistet werden. Nachdem die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes zur 825-Jahr-Feier Mammolshains im Juni bereits als erste Spendenzusage verbucht werden konnte, brachte Krebs eine weitere über 2500 Euro mit ins Dorfgemeinschaftshaus. Er gab seinerzeit letztlich den Anstoß zum Neubau. Es täte dem Naturpark Taunus – dessen Vorstandsvorsitzender er ist – gut, wenn es den Turm wieder gäbe, „auch als Wegmarke“, so Krebs. Der Betrag soll dem Verein Starthilfe leisten und zunächst in die Erstellung einer Internetseite fließen.

 

Als clever erwies sich in diesem Zusammenhang der Schachzug des Mammolshainers Georg Pfeiffer. Nachdem er das erste Mal von dem Projekt gehört hatte, sicherte er sich gleich die Adresse hardtbergturm.de: „Bevor er in die falschen Hände gerät…“, berichtete er lächelnd. Die Besitzrechte spendete er dem Verein.

 

Insgesamt wurde von den rund 40 Gästen gut die Hälfte Gründungsmitglied. Der Mitgliedsbeitrag für Einzelpersonen beträgt 16, für Familien 24 Euro. Postalisch ist der „Förderverein Hardtbergturm“ am Haideplacken 18 verortet. Die Vorschläge der Initiatoren zur Besetzung der Vorstandsposten wurden allesamt einstimmig angenommen. Damit wurde Hartwich zum Vorsitzenden und Christoph Klein zu seinem Stellvertreter gewählt. Christoph Jung wacht über die Finanzen, Mareike Schuster ist Schriftführerin. Ingrid Reimer, Heidi Scherer und Johannes Schießer fungieren als Beisitzer.

 

Taunus-Zeitung vom 18.10.2016


Pfarrer Wildfang sprach über Spuren, die Menschen hinterlassen, und über führende Hände auf Lebenswegen.

Taunusklub „Lücken in der Baumkrone“: Tauniden gedenken ihrer Toten

18.10.2016 „Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unsrem Leben. Drum wird dies eine Blatt allein uns immer, immer fehlen.“

 

Schmitten. 

42 Blätter waren im vergangenen Jahr vom Baum des Taunusklubs abgefallen. Sie haben Lücken in seine Krone gerissen. Jedes Blatt hatte einen Namen. Bertram Huke, Vorsitzender des Gesamtvereins, trug sie vor, ebenso wie das voranstehende Gedicht eines unbekannten Verfassers. Stets im Herbst gedenken die Tauniden ihrer Verstorbenen des jüngsten Wanderjahres, und stets treffen sich die Hinterbliebenen dazu am Stockborn unterhalb des Feldbergs, der in der Geschichte des Taunusklubs eine zentrale Bedeutung hat. Über 100 Mitglieder kamen diesmal zum Ort der Trauer und der inneren Einkehr. Am Kreuz und der Gedenktafel unter den Bäumen verschmelzen Erinnerungen an geliebte Menschen und die Liebe zur Natur, und das ganz besonders, wenn letztere sich so stimmungsvoll präsentiert wie am Sonntagmittag. Sonnenstrahlen brachen durch den Herbstwald mit seinen immergrünen Nadelbäumen, ließen Augenlider blinzeln und wärmten mild Wangen, Stirn und Nasenspitzen.

Bläser des Musikzuges der SG Anspach rahmten die Worte des Vorsitzenden und des Pfarrers ein. Christoph Wildfang aus Arnoldshain ging in seiner Rede den Spuren nach, die die Wanderfreunde im Leben der anderen hinterlassen haben. Das Geführtwerden auf Wegen war ein weiterer Gedanke des Pfarrers, wobei er Wanderführer, Leitpersonen auf dem Lebensweg, aber auch Führung durch die Hand Gottes im Blickfeld hatte.

Anschließend verweilten einige noch still, andere nutzten den wunderbaren Herbsttag zu einem Spaziergang, wieder andere wanderten zurück in die Wanderheime, aber alle setzten den gemeinsamen Lebensweg fort, auf den noch manche Blätter herabfallen werden.

(fms)

Taunus-Zeitung vom 23.9.2016


Da sitzt es richtig, das Wegzeichen des 3-Burgen-Weges. Hedwig Groß (Bildmitte in blauer Jacke) gibt die Position vor, Siggi Kuschel (re.) spielt seine Reichweiten-Vorteile aus und nagelt das Schild an den Baum.

Königsteiner erneuern Markierungen auf dem 3-Burgen-Weg 23.09.2016

VON STEFAN JUNG

 

Wenn sich Hedwig Groß und ihre Mitstreiter vom Königsteiner Taunusklub ein Mal im Jahr mit Hammer und Nagel auf den Weg machen, den 3-Burgen-Weg zwischen Königstein und Kronberg zu erwandern, dann führen sie Wegweisendes im Schilde. So auch in dieser Woche, die noch dazu die Woche des bürgerlichen Engagements ist.

 

„Da müsste noch eine Markierung hin, damit die Leute wissen, wo es weitergeht“, meldet ein „Kundschafter“ von der Ecke Kloster- und Pingler-Straße. Guter Tipp, denkt sich auch Hedwig Groß. Zwar kennen sie und „ihre“ Königsteiner Tauniden den 3-Burgen-Weg aus dem Effeff. Schließlich haben sie vor vier Jahren maßgeblich an der Festlegung und Markierung der Route von Königstein über Falkenstein nach Kronberg mitgearbeitet.

 

Für einen Ortsfremden jedoch – und dem sollen die Markierungen ja in erster Linie dienen – könnte es mit der Orientierung an der Kreuzung doch schwierig werden. Links die Klosterstraße runter, rechts hoch oder doch die Pingler-Straße geradeaus, wie es richtig ist – da hilft nur eins, ein Aufkleber. Flugs zieht Groß einen aus der Tasche, reicht ihn an den groß gewachsenen Siggi Kuschel weiter, der – ob seiner deutlichen Reichweitenvorteile – die Klebefolie mit Turm-Signet zielsicher und gut erkennbar zwischen einer Vielzahl anderer Wanderzeichen platziert.

 

Ergänzen und ersetzen

 

„Kann durchaus sein, dass hier ursprünglich sogar eine Markierung von uns angebracht war“, stellt Groß nach prüfendem Blick auf die Metallstange des Verkehrsschildes fest. „Vielleicht wurde es abgekratzt“, vermutet die Vorsitzende des Königsteiner Taunusklubs. Das wäre zwar ärgerlich, aber zum Glück eher die Ausnahme denn die Regel, weiß Groß.

 

Wenn sie ihre Weggefährten für Mittwoch dennoch zum Inspektionsgang eingeladen hatte, dann zum einen, weil die Tauniden beim Naturpark im Wort stehen, dass sie ein Mal im Jahr den Weg „abgehen“. Und zum anderen, weil diese Woche die offizielle „Woche des bürgerlichen Engagements“ ist.

 

„Da können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, rief Groß ihrem guten Dutzend Mitwanderer beim Start am Kapuzinerplatz zu. Über ein Dutzend Mitläufer an einem Mittwoch? Klingt gut und klingt noch besser, wenn man bedenkt, dass zur gleichen Zeit noch zwei weitere Gruppen des Klubs – die „Langen“ und die „Kurzen“, je nach Wegstrecke – unterwegs sind. Wandern ist offensichtlich sehr angesagt in der Kurstadt.

 

Etwa 150 Mitglieder zählt der Klub, Tendenz steigend, unterstreicht die Vorsitzende, die einen Grund für den guten Zulauf darin sieht, dass die Königsteiner Tauniden für Interessierte eine verlässliche Anlaufstelle sind.

 

Mit ganz wenigen Ausnahmen wandern die nämlich durch – von Januar bis Dezember und bei Wind und Wetter. Groß: „Mittwochs sind wir eigentlich immer unterwegs, einzig die Sonntagswanderungen fallen im Dezember aus.“

 

„Das hier so viele begeistert dabei sind, liegt vor allem aber auch daran, dass es hier Leute gibt, die sich stark engagieren“, ergänzt Margot Clement und deutet dabei auf Hedwig Groß, die seit zehn Jahren den Vorsitz innehat und für ihren Einsatz erst im Frühjahr vom Stammklub mit dem silbernen Ehrenabzeichen bedacht wurde.

 

Eine große Familie

 

Wie gut das Wandern in Königstein läuft, dafür ist Margot Clement ein perfektes Beispiel, immerhin ist sie im besten Sinne des Wortes eine „Überläuferin“. „Ich komme aus Kronberg, bin aber schon seit Jahren bei den Königsteinern dabei – das ist hier wie in einer großen Familie“, schwärmt Clement. Mit Blick auf die alten Ressentiments, die einst zwischen Kur- und Burgstädtern kultiviert wurden, kann Clement nach ihren Erfahrungen nur lachen: „Die Königsteiner – hochnäsig? Alles Klischees.“

 

Sie sei froh, dass sie in der Nachbarstadt ein Angebot gefunden habe, das auch von reiferen Wanderfreunden genutzt werden könne. Bei den Kollegen in Kronberg nämlich gehe man mittlerweile andere, deutlich sportlichere Wege. Was Margot Clement aber ausdrücklich nicht als Kritik an den Veränderungen in ihrem Heimatklub verstanden wissen will: „Das ist für mich in Ordnung, wenn man hier mal etwas Neues probiert. Ich kann ja in Königstein mitwandern.“

 

Projekt „läuft“

 

Und das umso lieber als die beiden Klubs nicht miteinander konkurrieren, sondern im Sinne des Wanderns gemeinsame Wege beschreiten. So zum Beispiel beim rund elf Kilometer langen 3-Burgen-Weg. Den haben die Tauniden aus Königstein und Kronberg 2013 gemeinsam mit den Burgvereinen aus beiden Städten und dem Falkensteiner Heimatverein auf den Weg gebracht. Und das Projekt „läuft“.

 

Zwar pilgern die Wanderfreunde nicht in Scharen von Burg zu Burg. Aber sogar an diesem „normalen“ Mittwochmittag begegnen die Königsteiner Tauniden auf ihrem „Kontrollgang“ immer wieder einigen Spaziergängern und Bikern, die nicht nur das schöne, herbstliche Wetter, sondern vor allem auch die aussichtsreiche Streckenführung zu schätzen wissen.

 

Die ist aber auch etwas ganz Besonderes: Hildablick, Plattform am früheren „Schwarzen Häuschen“ oder Viktoria-Tempel – jeder der drei Aussichtspunkte entlang der Wegstrecke bietet einen außergewöhnlichen Blick auf eine der drei Burgen.

 

Dass da sogar die Königsteiner Tauniden etwas länger Pause machen, um den Ausblick zu genießen, spricht für den Weg und erklärt, warum Hedwig Groß und ihre Mitwanderer demnächst noch eine zweite Markierungsrunde drehen müssen. Groß: „Wir sind dann doch nicht mehr ganz fertig geworden, müssen noch den Abschnitt von Kronberg nach Königstein kontrollieren. Aber das ist kein Problem, das läuft uns nicht weg.“

 

Taunuszeitung vom 14. Januar 2015


Taunusklub Usingen und Grävenwiesbach unterwegs (Foto: Saltenberger)


Taunusklub Niederreifenberg im Turm (Foto: Saltenberger)


Usinger Land.

Der Taunusklub wurde als Stammverein im Januar 1868 in Frankfurt gegründet und sein Wanderheim ist heute noch der Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg. Es ist daher sicher kein Zufall, dass die Tauniden, wie die Wanderfreunde in den vielen Ortsvereinen auch genannt werden, ihr Wanderjahr mit einem Sternmarsch zum Taunusgipfel beginnen. Ein Wochenende reicht dazu schon gar nicht mehr aus, denn der Platz im Turm ist begrenzt. „Einige waren schon am letzten Sonntag hier“, sagte Hedwig Groß, Pressesprecherin des Gesamtvereins aus den Reihen der Königsteiner Wanderfreude. Haupttermin für den Sternmarsch 2015 war aber der vergangene Sonntag.

 

Aus zahlreichen der 26 Zweigvereinen steuerte man den Turm auf dem Plateau an und da nicht jeder Vereinsort so nahe gelegen ist wie der Niederreifenberger, kombinieren die weiter entfernt gelegenen Ortsvereine den Anmarsch mit eigenen Autos oder stiegen auf Bus und Bahn um. So fuhren die Bad Sodener beispielsweise mit dem Bus nach Königstein und starteten hier ihre Tour, die Königsteiner fuhren ganz hinauf, wanderten aber zurück, die Usinger nahmen zuerst das Auto und legten dann 15 Kilometer zu Fuß zurück. Aber nicht alleine – mit ihren Gästen vom Taunusklub Grävenwiesbach ging es zum Parkplatz „Rotes Kreuz“, wo der Aufstieg über den Grünen-Punkt-Weg zum Kleinen Feldberg begann. Dieser wurde von den 18 Tauniden auf dem Höhenwege und am Zaun entlang komplett umrundet. Anschließend ging es über den Parkplatz Windeck auf dem Fuchsweg steil bergauf zum Großen Feldberg.

 

Die Reifenberger wanderten nach dem Start an der Alten Schule in Niederreifenberg den direkten Weg – und waren „ruckzuck“ oben. Sie nahmen zuletzt die steile Steintreppe, die ihre Vorgänger 1902 errichteten und die zu dem nach der Kriegszerstörung in der heutigen Form aufgebauten Turm hinaufführt – bis in die Räume mit Panoramaaussicht, verteilt auf zwei Etagen. Der Lohn für den Aufstieg war aber nicht nur der Blick von oben, sondern die traditionelle Erbsensuppe die es dort stets für alle Wanderer aus den Zweigvereinen gibt.

 

Die einen kamen später, die anderen brachen früher auf, im Durchschnitt hatten die Vereine vier bis fünf Stunden Wanderzeit für den Jahresbeginn eingeplant – mit Strecken zwischen 13 und 18 Kilometern bergauf oder bergab. Infos zu den nächsten Terminen gibt es im Internet unter ww.taunusklub.de .

 

Usinger Anzeiger vom 22. Oktober 2013

Der Usinger Anzeiger berichtet am 22. Oktober 2013 zur Mahnmalfeier vom 20.10.2013:



Taunuszeitung vom 22.10.2013


Zeit der Besinnung: Heitere und traurige Bilder bestimmen die Erinnerung an die treuen Wanderkameraden. Foto: Saltenberger

Gemeinsam an vergangene Zeiten erinnern

Von Frank Saltenberger

Besinnung und Gedanken über Trauer, Tod und das wertvollste Geschenk: Der Taunusklub gedachte im bunten Herbstwald seiner verstorbenen Wanderfreunde.

Schmitten.

 

„Treu der Heimat bis in den Tod“ - so steht es eingeschnitzt auf dem Kreuz am Stockborn, jener Gedenkstätte am Fuße des Großen Feldbergs, an dem sich jährlich die Mitglieder der Taunusklubs treffen, um ihrer verstorben Wanderkameraden zu gedenken.

 

Das Wandern in der Natur und die Liebe zum Taunus vereint die Tauniden seit Generationen, und jede hält die Erinnerung an die Vorangegangenen wach. „Auch heitere Bilder finden ihren Weg zu Dir zurück“, hieß es in einem Gedicht von Theodor Fontane, das der Vorsitzende des Taunusklub-Gesamtvereins, Bertram Huke, zitierte. Es mögen Bilder von frohen Wandertagen sein, die sich gerade am Stockborn einstellen, wo die Besinnung der Teilnehmer förmlich greifbar ist. Viele sind schon etwas früher da, sind vom Heimatort oder das letzte Stück der Strecke von einem umliegenden Treffpunkt gewandert. Auf Baumstümpfen lassen sich viele nieder und warten, bis der Posaunenchor des Musikzuges aus Neu-Anspach das erste Stück anstimmt. Zeit genug, um den Gedanken an vergangene Tage Lauf zu lassen.

 

Auch Trauer kehrt mit den heiteren Bildern zurück, und schmerzliche Gefühle stellen sich ein, je jünger der Verlust des Partners oder des Freundes zurückliegt. 45 Namen verlas Huke, sie haben die Welt in den zurückliegenden Monaten verlassen.

 

Nach dem gemeinsam gesungenen Choral „Geborgen in Gottes Liebe“ ergriff Prädikantin Irene Schulz das Wort. „In der Trauer sind wir zerbrechlich geworden“, sagte sie und widmete den Hinterbliebenen ihre Gedanken. „Ein Trauernder wird von der Umwelt anders wahrgenommen“, sagte sie, Trauer brauche ihre Zeit, und jeder trauere auf seine ganz persönliche Art. Trost von außen sei dabei nötig und angesagt. „Menschen helfen, die Trauer zu überwinden, sollte ein Anliegen unseres Miteinanders sein“, so Schulz in ihrer Predigt weiter.

 

Sich der eigenen Vergänglichkeit bewusst zu werden, war der zweite Gedanke, dem sie nachging: „Wer fragt schon nach dem Danach?“, fragte sie und zog eine Parallele zum zu Ende gehenden Jahr. „Das kann doch nicht alles gewesen sein“, stelle man beim Rückblick oft fest. Und gerade im kommenden November mit seinen Gedenktagen treibe die Frage nach dem Woher und dem Wohin die Herzen um. Ein zu Ende gehendes Jahr sei auch eine Möglichkeit, neue Schwerpunkte zu setzen, um die Zeit auf Erden zu nutzen. Denn „das Wertvollste, was uns geschenkt ist, ist die Zeit“, so die Prädikantin.

 

Wie die Natur sich auf eine Erneuerung vorbereitet, ist am bunten Laub des umgebenden Waldes besonders schön abzulesen. Auch das trägt zu der besonderen Gedenkfeier-Atmosphäre am Stockborn stets bei, die mit dem Stück „Ich hatte einen Kameraden“ zu Ende ging.

 

Taunuszeitung schreibt am 26.7.2013


Tauniden an den Ufern von Mosel und Saar

Wandern an Saar und Mosel - das klingt nach purem Vergnügen für Leib und Sohle. Entsprechend angetan waren die Mitglieder des Taunusklubs Königstein von ihrer Wanderwoche im Dreiländereck, in dem

Königstein. 

Wandern an Saar und Mosel - das klingt nach purem Vergnügen für Leib und Sohle. Entsprechend angetan waren die Mitglieder des Taunusklubs Königstein von ihrer Wanderwoche im Dreiländereck, in dem Deutschland, Frankreich und Luxemburg aneinandergrenzen.

Auf Premium-Wanderwegen und bei Weinlagenwanderung ging es durch die tief ausgewaschenen Täler von Saar und Mosel wie auch deren Seitentäler. Mit Längen von 13 bis 16 Kilometern und einigen knackigen Steigungen waren die Wege gleichermaßen reich an schönen Ausblicken wie sportlich herausfordernd.

Für alle Teilnehmer ein ganz besonderes Schmankerl war der Rundweg über den Aussichtspunkt der Cloef bei Orscholz mit dem berühmten Panoramablick auf die Saarschleife. Auch der Panoramaweg auf der deutsch-französischen Grenze bei Perl hielt das, was sich die Wanderer von ihm versprochen hatten.

Dass die Tauniden auf kulturhistorisch mehr als interessantem Grund unterwegs waren, unterstrich eine Führung durch die rekonstruierte Römische Villa Borg, die interessante Einblicke in das Landleben und den hohen Lebensstandard auf einem römischen Landgut kurz nach der Zeitenwende gewährte.

Vor dem Hintergrund der 700-Jahr-Feierlichkeiten in der Heimat war für die Königsteiner der Besuch der Grablege von König Johann von Böhmen von besonderer Bedeutung. Immerhin war er es, der 1313 die Urkunde zur Stadterhebung Königsteins unterschrieben hatte.

Ein Akt, der Johann von Böhmen einen Platz in den Geschichtsbüchern der Kurstadt gesichert hat. Weniger geschichtsträchtig denn eher unwürdig, das durften die Tauniden bei ihrem Besuch erfahren, war die Art der Aufbewahrung, die man den Gebeinen des Königs nach der französischen Revolution angedeihen ließ. Die Industriellenfamilie Bloch hatte sie in einer Mansarde in Mettlach aufbewahrt, um sie 1833 dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm zu übergeben.

Der ließ vom damaligen Star-Architekten Karl-Friedrich Schinkel die Grablege oberhalb der Saar errichten, wo König Johann allerdings auch nur seine vorletzte Ruhe fand. 1945 wurde er dort nämlich exhumiert und in die Krypta der Kathedrale von Luxemburg verbracht.

 

Artikel vom 26.07.2013, 03:00 Uhr (letzte Änderung 26.07.2013, 03:32 Uhr)

 

Nassauische Neue Presse schreibt am 19.6.2013



Die Taunuszeitung schreibt am 21.5.2013

3-Burgen-Weg als Bindeglied

Am 22. Juni wird um 9.30 Uhr auf der Burg Königstein ein neuer Wanderweg, der „3-Burgen-Weg“, mit einer geführten Wanderung eröffnet.

 

Am 22. Juni wird um 9.30 Uhr auf der Burg Königstein ein neuer Wanderweg, der „3-Burgen-Weg“, mit einer geführten Wanderung eröffnet. Die Entstehungsgeschichte dieses Weges ist ein schönes Beispiel für nachbarschaftliche Zusammenarbeit zwischen Vereinen aus den Nachbarstädten Königstein und Kronberg, wobei in Königstein auch dem Ortsteil Falkenstein besondere Bedeutung zukommt.

Mit an Bord sind die Burgvereine aus Königstein und Kronberg, der Heimatverein Falkenstein sowie der Taunusklub Königstein und Kronberg. Anlässlich des Jubiläumsjahrs zu 700 Jahren Stadtrechteverleihung an Königstein kam die Idee einer 3-Burgen-Wanderung von der Burgruine Königstein über die Burgruine Falkenstein zur Burg Kronberg zu veranstalten. Geplant ist eine geführte Rundwanderung, die in Königstein beginnt und dort auch wieder endet. Bei allen drei Burgen werden Sachkundige kurze Erläuterungen zu den jeweiligen Bauwerken und deren Geschichte geben. Es werden Stärkungen und Erfrischungen gereicht.

Die Vertreter des Taunusklubs brachten den Vorschlag ein, aus dem einmaligen Ereignis eine Dauereinrichtung zu machen, indem der für die Wanderung ausgesuchte Weg als „3-Burgen-Weg“ zu einem neuen, dauerhaften, markierten Wanderweg gekürt wird. Der Taunusklub Königstein wird künftig auch den Weg und die Markierungen betreuen. Der Weg hat eine Länge von insgesamt etwa elf Kilometern, wobei circa 110 Höhenmeter zu überwinden sind und in drei bis vier Stunden reiner Gehzeit bequem zu bewältigen ist.

Am Samstag, 22. Juni, dem Tag der Eröffnung des neuen Weges, ist die Burg Königstein von 9 Uhr an geöffnet. Das Königsteiner Burgfräulein wird die Gäste empfangen. Wer an dieser Eröffnungswanderung teilnehmen will, wird gebeten, sich bis zum 17. Juni bei Martha Ried, Telefon (06173) 7031210, oder per E-Mail unter M.Ried@kronberg.de anzumelden. Die Kosten für die Teilnahme betragen 9 Euro. Der Beitrag schließt die Eintrittskosten für die drei Burgen, die Stärkungen und Erfrischungen an den verschiedenen Stellen sowie das Mittagessen in der Burg Kronberg ein.

(tz)

Die Taunus-Zeitung schreibt am 3. Juli 2012



Usinger Anzeiger vom 20.6.2012 zum Taunus-Wandertag

Der Usinger Anzeiger hat am 20.6.2012 folgenden Artikel zum Taunus-Wandertag veröffentlicht:



Taunus-Zeitung vom 19.6.2012 zum Taunus-Wandertag

Die Taunus-Zeitung schreibt am 19.6.2012 unter dem Titel: Wimpel für das Wandervolk



Usinger Anzeiger vom 4. Juni 2012

Der Usinger Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 4. Juni 2012 über die Eröffnungswanderung des Qualitäts-Wanderweges "Limes-Erlebnis-Pfad" vom 2. Juni 2012



Taunus-Zeitung vom 4. Juni 2012

Die Taunus-Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 4. Juni 2012 über die Eröffnungswanderung auf dem zertifizierten Qualitäts-Wanderweg Limes-Erlebnis-Pfad.



Pressemitteilung DeutscherWanderverband

2012: Fortbildungen „Zertifizierte Gesundheitswanderführer nach DWV“

Die ersten Ausbildungstermine zum „zertifizierten Gesundheitswanderführer nach Deutschem Wanderverband (DWV)“ in 2012 sind online. Die Präventions-anerkennung des zertifizierten Gesundheitswanderns schreitet voran.

Der Aufenthalt in naturnahen Landschaften spielt eine wesentliche Rolle bei der positiven Auswirkung des Gesundheitswanderns auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Deshalb liegen alle Schulungsorte der Fortbildung zum „zertifizierten Gesundheitswanderführer nach DWV“ in ausgesprochen schönen Wandergebieten, z.B. in den Rheinauen (Rust), dem Heckengäu (Weil der Stadt), dem Rheinisches Schiefergebirge (Arnsberg) und dem Thüringer Wald (Bad Blankenburg).

Damit setzen wir die gelungene Kooperation mit den Heimat- und Wanderakademien im Deutschen Wanderverband fort“, freut sich Ute Dicks, Geschäftsführerin des DWV.

Wichtig ist die fachkundige Ausbildung der zertifizierten Gesundheitswanderführer: Die Teilnehmer der Fortbildung lernen an den beiden Kurswochenenden, wie man Menschen, die sich eher wenig bewegen, sicher durch das Gelände führt. Zum Ausbildungsprogramm gehören ausgewählte Übungen aus der Physiotherapie zur Verbesserung der Bewegungsverhältnisse, von Kraft, Ausdauer und Entspannung. Das Fortbildungsprogramm wurde in Kooperation mit der FH Osnabrück entwickelt und erfüllt die Anforderung an Gesundheitssport.

Laut AOK PLUS (Sachsen und Thüringen) erfüllt zertifiziertes Gesundheitswandern nach Deutschem Wanderverband außerdem die Anforderungen des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Präventionsprinzip „Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“, wenn es von zertifizierten Gesundheitswanderführern mit bewegungstherapeutischer Berufsausbildung angeboten wird. „Wir sind von der gesundheitsfördernden Wirkung des Gesundheitswanderns überzeugt und optimistisch, dass weitere Kassen diesem Beispiel folgen werden“, so Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes. „2012 werden wir eine wissenschaftliche Wirksamkeitsanalyse des Gesundheitswanderns durchführen“.

Die ersten Termine für Ausbildungen zum „zertifizierten Gesundheitswanderführer nach DWV“ sind online unter www.gesundheitswanderfuehrer.de. Dort gibt es auch weitere Informationen zu Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsinhalten und Kosten.

Zertifiziertes Gesundheitswandern nach DWV“ ist Teil der Bewegungsinitiative des Deutschen Wanderverbandes „Let´s go – jeder Schritt hält fit“ und darüber Modellprojekt von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“.

Deutscher Wanderverband

Wilhelmshöher Allee 157-159

34121 Kassel

Telefon 05 61 / 9 38 73-0

Telefax 05 61 / 9 38 73-10

info@wanderverband.de

www.wanderverband.de

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externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen www.gesundheitswanderfuehrer.de

Spiegel der Geschichte. Der weite geistige Weg vom Uhland-Turm zum römischen Wachtturm auf dem Herzberg


Der alte Herzbergturm


Herzbergturm im neuen Glanz

Der Turm auf dem Homburger Hausberg, dem Herzberg feiert 100. Geburtstag. Die Stadt, der Homburger Taunusklub und der Berggasthof Herzberg luden zu einer zünftigen Feier ein.

Von Alexander Wächtershäuser

Bad Homburg. Drei Kilometer sind es von der Saalburg zum Herzberg. Nicht mehr als ein Spaziergang, zumal die Strecke nur gemäßigt ansteigt. Am gestrigen Sonntag herrschte auf dem Weg vom Saalburgkastell zum Homburger Hausberg Betrieb wie auf einer belebten Einkaufsstraße. Viele Hundert Besucher wollten das große Fest zum 100. Jahrestag der Einweihung des Herzbergturmes hautnah miterleben. Und wer sich die kurze Wanderung nicht mehr zutraute oder keine Lust dazu hatte, für den hatten die die Veranstalter eigens einen Shuttle-Service eingerichtet.

Oben am Herzberg angelangt, konnte der Besucher, wenn er sich nur auf den Turm fokussierte und die Bierzeltgarnituren und das Restaurant ausblendete, tatsächlich in die Zeit von vor 100 Jahren eintauchen. Kulturdezernentin Beate Fleige (BLB) trug ein Kostüm der wilhelminischen Epoche gekleidet und grüßte vom Turmabsatz. Die Ober-Erlenbacher Jagdhornbläser eröffneten wenig später mit feierlichen Fanfaren die Festveranstaltung. Eine Szenerie, wie sie auch ganz ähnlich vor 100 Jahren gewesen sein muss.

Nachdem der Vorsitzende des Homburger Taunusklubs, Jürgen Trenkler, die Gäste begrüßt hatte, hielt Gregor Maier, nicht nur jüngstes Mitglied des Homburger Taunusklubs und Kulturwart des Taunusklub-Gesamtvereins, sondern auch Fachbereichsleiter Kultur des Hochtaunuskreises, die Festansprache. Darin verdeutlichte er die enge Verbindung zwischen Turm und Taunusklub. Denn erst durch die Idee zum Turmbau wurde der Homburger Verein gegründet, der heute noch alle 14 Tage Wanderungen unternimmt. Maier betonte die "geistige Wandlung", die das Bauwerk während seiner langjährigen Planungsphase durchlief. Denn zunächst war als Vorbild für den Turmbau ein Projekt angedacht, das sich wenige Jahre zuvor auf dem Altkönig zerschlagen hatte: einen Uhland-Turm. Dann schlug Louis Jacobi vor, einen Bismackturm zu errichten, der an den "eisernen Kanzler" erinnern sollte, was aber am Widerstand des Kaisers scheiterte, der seinerseits die Idee eines römischen Wachtturmes ins Spiel brachte. Der geistige Weg von dem Paulskirchen-Abgeordneten und Dichter Ludwig Uhland zu dem konservativen Bismarck sei enorm gewesen. "Das ist ein Gegensatz, wie er kaum größer sein könnte", so Maier. Dieser Wandel sei auch ein Zeichen, wie sich das gesellschaftliche Denken im Laufe der Planungszeit verändert habe.

Dass Wilhelm II. schließlich für einen römischen Wachtturm auf dem Herzberg votierte, passt in dieses Bild des geistigen Wandels. Denn schließlich war der Wiederaufbau der Saalburg im Selbstverständnis Wilhelms II. die Dokumentation seiner Rechtsnachfolge der römischen Kaiser. Daher könne man den Herzbergturm durchaus als einen Teil des Archäologischen Parks Saalburg begreifen, so Maier.

Im Herzbergturm selbst präsentierte das Stadtarchiv gestern eine Ausstellung mit Plänen zur Baugeschichte des Turms. Die AG Orion, die im Turm ein Zimmer nutzen kann, hatte auf der Empore ein Teleskop ausgebaut, mit dem man den Blick über die Rhein-Main-Ebene schweifen lassen konnte. Der Blick in den Himmel war wegen der Wolken jedoch nicht möglich.

Übrigens: Es fehlten ? zumindest gestern Vormittag ? Abordnungen von anderen Wandervereinen. Rund 30 Personen waren hingegen am Morgen unter der Führung von Stadtarchiv-Mitarbeiter Andreas Mengel auf den Homburger Hausberg gewandert. Angesichts der gelungenen Feier am Gipfel eine lohnende Anstrengung.

Weitwanderung von Freiburg nach Melle/Osnabrück

Er ist seit 111 Jahren Tradition: Der Deutsche Wandertag. Jährlich treffen sich bis zu 40.000 Wanderer aus ganz Deutschland ? und darüber hinaus -, jeweils eingeladen vom Deutschen Wanderverband und einem ihm angehörenden Gebiets-Wanderverband. 2010 fand dieser Wandertag in Freiburg statt, und der Schwarzwaldverein war Gastgeber. 2011 treffen sich die Wanderer in Melle im Osnabrücker Land, wo der Wiehengebirgsverband Weser-Ems beheimatet ist und für die Tage vom 8. Bis 15. August eingeladen hat. Zur Tradition der Wandertage gehört es auch, dass ein besonderer Wandertagswimpel von der einen Stadt zur nächsten getragen wird, natürlich zu Fuß. Je nach Lage der Städte können das mitunter eine Menge an Kilometern sein, wie z.B. in diesem Jahr. 820 km ist die Gruppe des Schwarzwaldvereins von Freiburg nach Melle unterwegs. Dabei durchwandern die Schwarzwälder den Odenwald, den Taunus, den Westerwald, das Waldecker Land, das Sauerland, das Eggegebirge und den Teuteburger Wald, ehe sie im Wiehengebirge ankommen. Und die Wandervereine dieser Gebiete heißen sie willkommen und begleiten sie streckenweise. So auch zur Zeit im Taunus.

Für eine Woche wohnen die Weitwanderer in Eppstein und wurden gleich am ersten Tag von Mitgliedern des Taunusklub-Vorstandes begrüßt. Mittlerweile haben die sieben Wanderer den Odenwald hinter sich gelassen und wandern durch den Taunus, und Mitglieder des Taunusklubs begleiten sie. Die Tagesstrecken betragen im Schnitt 25 km, und abends holt sie der Kleinbus zurück nach Eppstein. Täglich werden Berichte verfasst und das Wandertagebuch in den Laptop eingegeben. So entsteht ein spannender Reisebericht, denn der Kontakt zu Land und Leuten, Landschaften und Sehenswürdigkeiten, denen sie begegnen, ist ebenso wichtig wie die sorgfältige Überbringung des Wimpels.

Am Samstag, 23.7., führt die Wanderung von Eppstein nach Riedelbach und am Sonntag von dort nach Freienfels im Weiltal. Am Montag verlassen die Wanderer dann den Taunus wieder, um für zwei Tagen in Richtung Dillenburg durch den Westerwald zu laufen.

Die sieben Schwarzwälder sind zuversichtlich, am 11. August pünktlich in Melle anzukommen.

22. Juli 2011

100 Jahre Taunusklub Frankfurt-Nied e.V

Große Ereignisse kündigen sich an. Der Taunusklub Frankfurt-Nied begeht in diesem Jahre sein 100-jähriges Bestehen.

Das Höchster Kreisblatt hat in der Ausgabe vom 24. Juni 2011 folgenden Artikel veröffentlicht:



Wanderatlas präsentiert den Schinderhannespfad im Taunus als GPS-Wanderung

(Oberursel, 17. Juni 2011). Nicht nur zum Hessentag ist Oberursel eine Reise wert. Auf dem Schinderhannespfad, einem 180km langen Rundweg durch den Hochtaunus, kann man ganzjährig die Schönheiten der Hohen Mark und des Feldberg-Gebiets, des Weiltals und des Usinger Lands, des Homburger Vortaunus und der Lahn erkunden. Der Wanderatlas Deutschland stellt ab Samstag (18. Juni) den großen Wanderweg durch den Taunus in zehn Tagesetappen als GPS-Tour des Monats unter externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen www.ich-geh-wandern.de vor.

 

1981 ursprünglich als Rucksackwanderweg durch den Hochtaunus eingerichtet, wurde in den letzten Jahren die Wegführung erweitert und durchgängig neu beschildert. „Schirmherr“ des so aufgefrischten Wanderwegs durch den Hochtaunus wurde der Schinderhannes. Er wurde im Taunus geboren, zog dann aber schon als Kind in den Hunsrück, wo er auch seine Verbrechen beging. Gefasst aber wurde er wieder im Taunus. Grund genug, den bekannten Namen für den größten Hochtaunus-Wanderweg zu nutzen, dessen Beschilderung nun mit dem Porträt des bürgerlich Johannes Bückler heißenden Schinderhannes markiert ist.

 

Wie üblich stellt der Wanderatlas Fernwanderungen in mehreren Etappen vor. Die Hauptübersicht für den Schinderhannespfad wird am Samstag, den 18. Juni, unter externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen www.ich-geh-wandern.de veröffentlicht. Dann folgen bis einschließlich Dienstag, den 28. Juni täglich die einzelnen Etappen. Der gesamte Weg wie auch jede Etappe lassen sich dabei kostenfrei als GPS-Track auf mobile Navigationsgeräte wie z.B. Smartphones herunterladen.

 

Startpunkt für den Schinderhannespfad ist die Goethestadt Wetzlar, wo der junge Dichter das erste Stück Popkultur der Welt verfasste: Die Leiden des jungen Werthers. Von Wetzlar führt der Weitwanderweg durchs Hüttenberger Land an den Rand der Wetterau. Ab Langenhain-Ziegenberg folgt der Weg dann den Spuren des Limes, der seit 2005 als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist, und erreicht das unter Kaiser Wilhelm II. wieder aufgebaute Römerkastell Saalburg.

 

Von hier geht es weiter durch den Bad Homburger Hirschgarten in die Hohe Mark und weiter nach Kronberg. Die Südschleife des Schinderhannespfads führt dann über Bad Soden und Eppstein zurück auf den Taunushauptkamm, der über das Rote Kreuz passiert wird. Dann leitet der Schinderhannespfad den Wanderer durch das Weiltal hinab zur Lahn. Über Weilburg, die Kubacher Kristallhöhle und Braunfels im Solmser Land geht es dann wieder retour nach Wetzlar.

 

Wanderatlas Verlag GmbH

Steinbacher Straße 24

65614 Beselich

Tel 030 7430 6947

Fax 030 7500 8403

Mail infowanderatlas-verlag.de

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Wanderbares Deutschland 2011

Das Jahresmagazin „Wanderbares Deutschland“ 2011 ist erschienen, mit den schönsten Zielen für Genusswanderer.

Lag bei der Premiere im vergangenen Jahr der Fokus des Redaktionsteams auf der Neugestaltung des Magazins, ging es diesmal um die Vielfalt des Wanderns als Erlebnis. Entstanden ist ein 172 Seiten starkes Heft mit den Klassikern der Qualitätswege, mit neuen, frisch zertifizierten Strecken und Rundkursen. Die erfreuliche Überraschung war, wie lebendig und fantasievoll sich das Wandern in Deutschland weiterentwickelt. Faszinierende Konzepte, aufwändige Inszenierungen vom Kneipp-Areal bis zum Baumwipfelpfad und jede Menge Engagement seitens der Tourismusverbände sowie zahlloser ehrenamtlicher Helfer haben dazu geführt, dass viele der insgesamt 7500 Kilometer langen Qualitätswege zu intensiven Erlebnisparcours geworden sind - mit inzwischen über 1300 Qualitätsgastgebern in ihrem Einzugsgebiet!

Wege als Präsentationsräume für Natur und Kultur, für Geschichte und regionale Entwicklung - behutsam in die Landschaft eingebettet, hinterlegt mit modernster Informationstechnologie per Internet und Mobilfunk: so sieht 2011 modernes Wandern aus.

Gezielt haben Redaktion und Reisejournalisten vor Ort diesen Angeboten nachgespürt und gemeinsam ein „Wanderbares Deutschland“ für aktive Naturgenießer entdeckt in bislang nie dagewesener Servicequalität. Treibende Kraft ist der Deutsche Wanderverband, der durch Partnerschaften mit Krankenkassen und die Ausbildung von Gesundheitswanderführern starke Anreize in allen Generationen freigesetzt hat. Darüber und wie profitabel sich die Zertifizierungen für regionale Entwicklungen auswirken, berichten einige Beiträge mit topaktuellen Hintergrundinformationen.

Ein bewegender Essay des Schriftstellers Ulrich Grober über „Magische Momente“, spannende Interviews und detailreiche Erläuterungen zur richtigen Ausrüstung komplettieren den

inhaltlichen Rahmen für die eigentlichen Hauptdarsteller des Magazins: Deutschlands schönste Ziele für Genusswanderer.

Der Taunusklub ist noch immer darum bemüht und damit beschäftigt, den Limes-Erlebnispfad nach den Kriterien des Wanderverbandes zu zertifizieren, um sich den vielen Gebietsvereinen mit „wanderbaren“ Wegen anzuschließen.

 

 

Bestelladresse: Das Jahresmagazin WANDERBARES Deutschland 2011 ist

für 5,90 Euro bundesweit im Bahnhofsbuchhandel erhältlich, im Einzelvertrieb zzgl. 2,90 Euro Versandkosten beim Deutschen Wanderverband, Wilhelmshöher Allee 157-159 34121 Kassel

Telefon 05 61 / 9 38 73 -0 / Telefax 05 61 / 9 38 73 -10

E-Mail: info@wanderverband.de oder unter www.wanderbaresdeutschland.de.

Eine druckfähige Abbildung des Titelbildes wird auf Wunsch per E-Mail geschickt.

Pressekontakt beim Deutschen Wanderverband: Christine Merkel, Tel. (05 61) 9 38 73-18

E-Mail: c.merkel@wanderverband.de

Deutscher Wanderverband informiert den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages

Im Mittelpunkt stand die vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte, erste nationale „Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern“ und ein Dialog zur Chance des Wandertourismus im ländlichen Raum "Der Wandertourismus ist eine Chance für den Deutschlandtourismus und ein wichtiger Faktor für die Entwicklung ländlicher Räume", resümierte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, MdB. Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes und ihr Stellvertreter, Erik Neumeyer, hatten zuvor in einer Sitzung des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages am 6. April, unter der Leitung des Vorsitzenden Klaus Brähmig, MdB, die „Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern“ präsentiert sowie die vielseitige Arbeit des Deutschen Wanderverbandes vorgestellt.

Vertreter aller Fraktionen im Bundestag begrüßten die Studie. Sie zeige, dass der Wandertourismus eine Chance für den Deutschlandtourismus darstelle, besonders für die Entwicklung ländlicher Räume. Die Qualitätsinitiative „Wanderbares Deutschland“, bei der seit zehn Jahren Qualitätswanderwege und Qualitätsgastgeber zertifiziert werden, wurde ebenfalls positiv aufgenommen, denn in funktionierenden Wanderwegenetzen mit regional abgestimmten Konzepten sahen die Mitglieder des Tourismusausschusses eine zukunftsweisende Basis für die erfolgreiche Entwicklung des Wandertourismus in Deutschland.

Die Anwesenden würdigten die ehrenamtliche Leistung der Vereinsaktiven in den Gebirgs- und Wandervereinen in Deutschland. Burgbacher bezeugte "höchsten Respekt vor der Leistung der Aktiven unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes“ und bedankte sich für das hohe gesellschaftliche Engagement der Gebirgs- und Wandervereine, welches allen Bevölkerungsgruppen und den Wanderurlaubern zu Gute käme.

Angeregt diskutiert wurden die vom Deutschen Wanderverband bearbeiteten Felder „Schulwandern“ und „Wandern und Gesundheit“. Ebenfalls im Zentrum des Interesses standen Fragen zur Barrierefreiheit und Erreichbarkeit von Wanderwegen.

Ute Dicks dankte den Mitgliedern des Tourismusausschusses, die sich im Vorfeld der Studie für ihre Durchführung ausgesprochen und engagiert haben. Der Tourismusausschuss habe schon frühzeitig erkannt, dass es einer bundesweiten Studie bedarf, um das enorme Potential der Wanderer transparent zu machen.

Die Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern kann unter www.wanderverband.de und unter externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen www.bmwi.de heruntergeladen werden.

Pressekontakt:

Deutscher Wanderverband

Ute Dicks und Erik Neumeyer

Tel. (05 61) 9 38 73-0

E-Mail: u.dicks@wanderverband.de und

e.neumeyer@wanderverband.de

Pressemeldung 16

Deutscher Wanderverband im

Tourismusausschuss

Kassel, 11.4.2011

Deutscher Wanderverband

Wilhelmshöher Allee 157-159

34121 Kassel

Telefon 05 61 / 9 38 73 -0

Telefax 05 61 / 9 38 73 -10

info@wanderverband.de

www.wanderverband.de

externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen www.wanderbares-deutschland.de

Taunus-Zeitung vom 23.3.2011

Tauniden kritisieren Hessenpark

Ausstellung des Taunusklubs nicht ausreichend ausgeschildert – Verein leidet unter Mitgliederverlust

Bei der Mitgliederversammlung des Taunusklub-Gesamtvereins kamen der Mitgliederrückgang und die unterschiedlichen Aktivitäten zur Sprache. Und es wurde Unzufriedenheit über den Hessenpark geäußert, wo sich der Klub im Taunushaus präsentiert.

Von Frank Saltenberger

 

Arnoldshain. «Weiterhin für unsere Heimat so einsetzen, wie es August Ravenstein 1868 begonnen hat», gab der Vorsitzende des Taunusklub-Gesamtvereins, Bertram Huke, als Parole anlässlich der Mitgliederversammlung am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus Arnoldshain aus. Allerdings war er selbst verhindert und ließ seinen Stellvertreter Dr. Michael Schmidt den Bericht verlesen.

Im Gesamtverein sind 26 Teilvereine mit rund 3000 Mitgliedern organisiert, die auf der Jahreshauptversammlung durch Delegierte vertreten sind. Von einem Mitgliederstand von 4100 im Jahre 1998 sei die Zahl auf 2900 gesunken. «Tendenz weiter sinkend», sagte der Vorsitzende.

Viele Wanderungen habe der Gesamtverein im vergangenen Jahr organisiert, hieß es im Bericht, und der vom Usinger Taunusklub veranstaltete Taunuswandertag sei ein «tolles Erlebnis» gewesen. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen des Gesamtvereins gehört auch die jährliche Gedenkveranstaltung zu Ehren der verstorbenen Wanderfreunde am Stockborn unterhalb des Großen Feldbergs. Der Ort der Stille soll in diesem Jahr verschönert werden.

Vereinsmitglieder hätten wieder über 2000 Kilometer Wanderwege betreut, und mit dem neuen Taunus-Info-Zentrums, das noch vor dem Hessentag in Oberursel eröffnet wird, nannte der Bericht einen weiteren wichtigen Anlaufpunkt für alle Taunusfreunde.

Der Taunusklub selbst wird im Taunushaus im Hessenpark präsentiert, wo eine Ausstellungsabteilung von Mitgliedern betreut wird. Bei der anschließenden Aussprache kam es in der Versammlung aber zur Kritik am Hessenpark, der, so einige der Ausstellungsbetreuer, den Taunusklub beziehungsweise die Abteilung nicht angemessen präsentiere. Zum einen sei das Haus in einem abgelegenen Teil des Freilichtmuseums, wo nicht genügend Besucher hinkämen, zum andern sei die Ausstellung auf Schildern nicht im gleichen Maße präsent wie die Glasausstellung in der gleichen Gebäudegruppe. Zudem solle eine Raucherecke am Taunushaus eingerichtet werden, was von den Wortführern nicht gutgeheißen wird.

Auf der Tagesordnung der Versammlung standen außer dem Tätigkeitsbericht des Vorstands die Berichte des Kassenwarts und der Kassenprüfung, während andere Tätigkeitsberichte den Zweigvereinen schriftlich vorgelegt werden. Diese Verfahrensweise wurde von einem Mitglied infrage gestellt, aber von anderen mit Verweis auf die damals wohlbegründete Einführung derselben zurückgewiesen.

Die Versammlung bestätigte Gregor Maier als Kulturwart, der dieses Amt schon seit einiger Zeit kommissarisch ausfüllte, und legte einige Tagungsorte und Ausrichter der Taunuswandertage fest.

Der Gastgeber der Jahresversammlung in Arnoldshain war der Taunusklub Schmitten um den Vorsitzenden Friedrich Spahr.

 

 

Höchste Qualitäts-Auszeichnung im Wandertourismus

Sieben neue Wanderwege erhielten auf der Reisemesse CMT in Stuttgart Mitte Januar 2011 die begehrte Auszeichnung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Acht „Qualitätswege“ wurden nachzertifiziert. Die Qualitätsurkunden werden von Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, überreicht.

Die neuen Qualitätswanderwege befinden sich im Thüringer Wald, an der Lahn und im Renchtal in Baden-Württemberg. Erneuert wurde das Zertifikat u.a. für den Donauberglandweg und den Kyffhäuserweg.

Der Taunusklub hofft, noch in 2011 die Arbeiten an der Zertifizierung des „Limeserlebnispfades“ zu beenden, der als erster Wanderweg im Taunus die Qualitätsauszeichnung erhalten soll. In ganz Deutschland sind zurzeit 65 Wanderwege als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet.

 

4.2.2011 tk/gs/2

Über 1.000 Deutsche Wanderabzeichen im 1. Jahr


Das Deutsche Wanderabzeichen startete 2010 mit großem Erfolg. Die Bewegungsinitiative „Let´s go - jeder Schritt hält fit“ des Deutschen Wanderverbandes übertraf im Jahr 2010 alle Erwartungen und startet aktiv in die Wandersaison 2011.

1.500 Bronzene Abzeichen wurden bereits verliehen, 100.000 Wander-Fitness-Pässe verteilt, 126 Gesundheitswanderführer- und führerinnen wurden ausgebildet und 50 Krankenkassen erkennen das Abzeichen in ihren Bonusprogrammen an. Damit haben der Deutsche Wanderverband und seine Mitglieder viel erreicht auf dem Weg zu einer stärkeren Akzeptanz des Wanderns unter dem Aspekt der Gesundheit.

Dank der Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit plant der Wanderverband einen neuen Internetauftritt zu diesem Thema. Wesentlicher Bestandteil wird eine Datenbank sein, mit denen Wanderer Wanderaktivitäten suchen können, die für das Deutsche Wanderabzeichen punkten. Sie haben damit die Chance, Wanderangebote einem breiten Publikum zu präsentieren und darüber hinaus neue Mitglieder zu gewinnen.

Interessierte Wanderer erhalten den Wander-Fitness-Pass bei den Mitgliedsvereinen des Deutschen Wanderverbandes, zum Beispiel auch bei den Zweigvereinen des Taunusklubs. In das kleine Heft wird die Teilnahme an den vielfältigen Bewegungsaktivitäten der Vereine, die für das Deutsche Wanderabzeichen punkten, eingetragen. Es dient als Grundlage für die Verleihung des Abzeichens. Ein Anreiz für den Erwerb des Deutschen Wanderabzeichens ist außerdem dessen Anerkennung in den Bonusprogrammen gesetzlicher Krankenkassen.

Auch die Mitglieder des Taunusklubs sammeln bereits seit Wochen fleißig Kilometer in ihrem Wander-Fitness-Pass.

 

1.2.2011 tk/gs/1