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Pressemeldungen

 

Homepage der Stadt Frankfurt vom 21.3.2018

Eine wechselvolle 150-jährige Geschichte

Oberbürgermeister Peter Feldmann (2.v.l.) steht beim Empfang zum 150-jährigen Jubiläum des Taunusklubs im Kaisersaal neben (l-r) dem Vorsitzenden des Taunusklub Gesamtverein e.V., Bertram Huke, Petra Breitkreuz vom Stoltze-Museum und dem Vorsitzenden des Taunusklub Stammklub gegr. 1868 e.V., Gerhard Uhl, 20. März 2018, © Foto: Salome Roessler Oberbürgermeister Feldmann gratuliert dem Taunusklub zum Jubiläum

(kus) 1868 gründete sich der Taunusklub, er war der erste Wanderverein Deutschlands. Ein zentraler Motor war der Kartograph Friedrich August Ravenstein, der mit einer Mischung aus Begeisterung für das Wandern, den aufkommenden Nahtourismus, kartographisch-wissenschaftlicher Neugier und mit sozialpolitischen Ambitionen für die Gründung mobilisierte.

Es ist die Zeit wachsender Mobilität durch neu entstehende Schienenstrecken. 1860 wird die Homburger Bahn mit Haltepunkten in Oberursel und Bad Homburg eröffnet, 1899 die Bergbahn bis zur Hohemark, der Endstation der heutigen U3 .

„Als Turner ist Ravenstein ein echter Frankfurter im Geist, so hat er das Turnen für Mädchen eingeführt, beschäftigt sich seit den 1840er Jahren mit dem Bau des Hauses auf dem Feldberg. Ravenstein ist auch Mitbegründer des Palmengartens, der aus der Initiative Frankfurter Bürger hervorging. Er war ein Frankfurter Freigeist des 19. Jahrhunderts, mehr als typisch für die Tradition unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Laudatio.

Der Vorsitzende des Taunusklub Gesamtverein e.V., Bertram Huke, spricht beim Empfang zum 150-jährigen Jubiläum des Taunusklubs im Kaisersaal, 20. März 2018, © Foto: Salome Roessler Ravenstein begründet das Feldbergturnfest ab 1844, gründet schließlich den Taunusklub mit Gleichgesinnten. Im 19. Jahrhundert ist das Wandern die Aneignung von Raum, die Entdeckung von Neuem und immer auch ein kleines Abenteuer. Wege waren Wege von Bauern und Handwerkern. Straßen, die mit Fuhrwerken befahren wurden, waren eine Seltenheit, eine Wanderung in den Taunus eine Tagestour von 15 Stunden.

Die Wanderer entdeckten Blicke auf Taunusdörfer, ursprüngliche Lebensweisen jenseits der hektischen Großstadt und erlebten geselliges Beisammensein. Die Städter entdeckten auch anderes, Armut etwa. Es ist die Zeit sozialpolitischer Studien über das Leben auf dem Land.

Naturtourismus hat in dieser Zeit Konjunktur, der Taunusklub wächst. Jugendgruppen werden gegründet, Vorläufer von Jugendherbergen entstehen. Der erste Feldbergturm entsteht, schließlich werden Straßen gebaut und Postbusse erschließen die Dörfer, das Wandergebiet vergrößert sich.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (r) sitzt beim Empfang zum 150-jährigen Jubiläum des Taunusklubs im Kaisersaal neben dem Vorsitzenden des Taunusklub Stammklub gegr. 1868 e.V., Gerhard Uhl, 20. März 2018, © Foto: Salome Roessler In den 1920er Jahren kommt das Wandern in Mode. Zahlreiche Vereine und Organisationen entstehen. Nach 1933 werden auch Wandervereine gleichgeschaltet. 1933 schließlich heißt es: „…vaterlandsfeindliche und nicht arische Einflüsse sind in den Wandervereinen auszuschalten…“ Jüdische Mitglieder müssen austreten. Institutionell werden Wandervereine in den NS Staat integriert, obenan steht ein Reichswanderführer.

Zwar existiert der Taunusklub weiter, Aufschwung erfährt das Wandern aber erst wieder in den 1960er Jahren. Der Naturpark Hochtaunus entsteht, der Motorisierung entsprechend werden Parkplätze eingerichtet, Wanderwege beschildert. Neue Themen bewegen den Zeitgeist, Themen wie das Waldsterben. Trendsportarten gewinnen an Bedeutung, Heimatforscher und Archäologen organisieren sich. So lässt sich an der Geschichte des Taunusklubs die Veränderung der deutschen Gesellschaft ablesen.

„Sie haben sich als Verein immer wieder neu erfunden, neu interpretiert, haben Krisen überstanden. Eines hat Sie zusammen gehalten. Die Lust und Freude am Wandern, am Miteinander, am Engagement und die Neugier an der Wirklichkeit. Das ist das, was eine Gesellschaft braucht. Das ist das, was unsere Stadt ausmacht – Miteinander, Engagement, Unterstützung. Ich darf mich für Ihr 150-jähriges Engagement bedanken, Ihr Engagement im Geiste der Frankfurter Bürgerschaft“, sagte Feldmann abschließend.

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10.3.2018

Taunus-Tourismus: Heimfahrt mit „Rundtourfahrkutsche“ nach sechs Stunden Marsch

Der Taunus-Tourismus verzeichnet eine stabile Nachfrage: Das Wandern spielt heute wie vor mehr als 100 Jahren die Hauptrolle. Das zeigt auch die Ausstellung „Wanderlust“ im Hessenpark.

Es wäre interessant zu erfahren, was August Knyrim zu grellbunten Radfahrer-Leibchen im Tour-de-France-Stil, in allen Modefarben leuchtender Funktionskleidung oder alpenländischer Tracht samt Filzhut sagen würde, wie sie an Wochenenden im großstadtnahen Mittelgebirge anzutreffen sind. Was der Autor von der Sportkluft seiner Zeitgenossen hielt, ist in seinem 1894 erschienenen Buch „Wanderungen im Taunus“ nachzulesen. Darin gibt er Ausrüstungstipps und rät zum Beispiel, bei den Schuhen auf eine „dem Fuße am meisten nachgebildete Form“ zu achten. Ansonsten sei es egal, ob man Schuhe, Stiefeletten oder Schaftstiefel wähle. Bei der Oberkleidung vermeide man allerdings „die sich jetzt so vielfach breitmachende lächerliche Sucht, als Tourist aufzufallen.“

In der gerade im Hessenpark eröffneten Sonderausstellung „Wanderlust. 200 Jahre Naturbegehung im Taunus“ sind Auszüge aus Knyrims Ratgeber nachzulesen. Schon am Bahnhof, wettert er darin, seien die „unheimlichen Gestalten“ in ihrer Wanderkluft auszumachen, die wie „Banditen und Briganten“ wirkten, weil sie „die eigentlich nur während der Fastnachtszeit übliche Maskerade“ auf das ganze Jahr ausdehnten. Heute wäre es wohl eher die zur Schau getragene Sportlichkeit oder Naturverbundenheit, die dem Betrachter ins Auge fiele. Ansonsten möchte der moderne Tourist ja gerne für einen Einheimischen gehalten werden.

Weniger Übernachtungen und Ankünfte

An ihrer Kleidung dürften heutige auswärtige Besucher des Taunus kaum zu erkennen sein. Zumal diejenigen, die in der Statistik geführt werden, ohnehin oft aus geschäftlichen Gründen kommen und im Anzug unterwegs sind. Die aktuellen Zahlen hat gerade der Zweckverband Taunus Touristik Service mitgeteilt, der bis zum Wochenende auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin für das Mittelgebirge wirbt. 2017 ging die Zahl der Übernachtungen leicht um 1,3 Prozent auf 3,55 Millionen zurück. Die Zahl der Ankünfte sank um 0,6 Prozent auf 1,13 Millionen. Die Angaben gelten allerdings für die gesamte „Destination Taunus“, die vom Main bis nach Mittelhessen reicht. Die beiden Kernkreise hingegen lagen im Plus.

Beim Hochtaunuskreis bedeuteten die 1,33 Millionen Übernachtungen einen Zuwachs von 2,8 Prozent, die Zahl der Ankünfte wuchs um 3,3 Prozent auf 498 000. Noch deutlicher fiel der Anstieg für den Main-Taunus-Kreis aus. 2017 reisten 440 000 Menschen an und damit 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr, die 855 000 Übernachtungen bedeuteten einen Zuwachs von sechs Prozent. Die mit Abstand größte Attraktion war der Opel-Zoo mit 529 000 Besuchern, aber auch der Freizeitpark Lochmühle mit 300 000 und der Hessenpark mit 244 000 zählen zu den bevorzugten Zielen. Große Gästezahlen im mittleren sechsstelligen Bereich weisen auch die Bäder und Thermen auf.

Trendsportart Wandern

Der Vorsitzende des Taunus Touristik Service, der Grävenwiesbacher Bürgermeister Roland Seel (CDU), sieht das Wandern immer noch als Kernthema der Region, das sich zur Trendsportart entwickle. Das wird man beim Taunusklub gerne hören, dessen Gründung vor 150 Jahren Anlass für die Ausstellung im Hessenpark ist. Darin geht es auch ums Grundsätzliche. Etwa die historische Entwicklung vom „Wandern müssen“, weil zu Hause nur ein karges Einkommen zu erzielen war, über das „Wandern können“, wofür um 1900 die erstmals drei bis sechs Tage Urlaub im Jahr zur Verfügung standen, bis zum „Wandern wollen“ als sportliche Freizeitbeschäftigung. Wobei die Wortwahl des 1934 verliehenen goldenen Bundesabzeichens für 100 erfolgreich absolvierte „Pflichtwanderungen“ den Eindruck erweckt, die historischen Kategorien könnten sich gelegentlich mischen.

Die Schau in der Stallscheune aus Asterode in der Baugruppe Nordhessen widmet sich Themen wie der Orientierung im Gelände, sie zeigt Andenken aus den sechziger Jahren wie eine Porzellankuh mit Glöckchen samt Feldberg-Motiv und gibt einen Einblick in das frühe Bemühen um auswärtige Gäste. 1891 konnten sie zum Beispiel auf Vorschläge für „1/2 tägige Touren“ zurückgreifen. Eine führte von Cronberg über Falkenstein, Fuchstanz, Glaskopf, Glashütten, Schloßborn und Ehlhalten in das „Silberthälchen“, von wo es noch auf den Atzelberg und über Eppenhain bis nach Eppstein ging. „Sechs Stunden Marschzeit“ waren dafür veranschlagt. An- und Abreise erfolgten mit der „Rundtourfahrkutsche“ Frankfurt–Cronberg und Eppstein–Frankfurt, der Fahrschein zu 1,20 Mark.

Die Kombination aus Tourenvorschlag und öffentlichem Nahverkehr ist noch heute das bevorzugte Konzept für den Taunus-Tourismus. Auch einen Vorläufer des Taunus Touristik Service gab es schon, die „Kommission für Verkehrserleichterung“. Sie organisierte um 1900 nahezu flächendeckend „Touristen-Auskunftsstellen“. Bevorzugt Gastwirte übernahmen diese Funktion, etwa „Herr Schmidt“ im Gasthaus zur Post in Rod an der Weil oder der Inhaber von Haus Ochs in Schmitten. In den Städten konnte es aber auch ein Uhrmacher wie Jean Wagner in Königstein sein, der Seminarlehrer Franke in Usingen oder Fritz Nagel in Bad Homburg, der eine „Cigarrenhandlung“ betrieb und auch schriftliche Anfragen beantwortete. Dabei wurde eine „Vergütung baarer Auslagen für Porti, Depeschen etc. beansprucht“. Ansonsten wurde jedermann „in zuvorkommendster Weise unentgeltlich Auskunft über touristische Verhältnisse erteilt“. Nicht anders, als es das Taunus-Informationszentrum an der Oberurseler Hohemark heute tut.

Frankfurter Neue  Presse vom 6. März 2018

Gemeinschaftsprojekt Erlebnisausstellung „Wanderlust“ eröffnet

VON FRANK SALTENBERGER

Knickerbocker und Holzstock statt Funktionsjacken und Karbonstäben. Eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Wanderns ist ab sofort im Hessenpark zu sehen.

Stockmacher Rolf Meyer hatte zur Ausstellungseröffnung Sonderschicht und viel zu tun, um den Kindern einen Stock zu verpassen.

Neu-Anspach. Wanderlust. Zwei Jahrhunderte Naturbegehung im Taunus“ heißt die mit Saisonbeginn Anfang des Monats eröffnete Sonderausstellung im Hessenpark, die mit dem Taunusklub zusammen anlässlich seines 150 -jährigen Jubiläums erstellt wurde. Im Februar 1868 wurde der Klub auf dem Feldberg gegründet und ist hierzulande immer noch der größte und bekannteste Wanderverein mit zahlreichen Zweigvereinen.

Zwei Jahrhunderte alt ist das Lied von der Wanderlust, die vom Dichter namens Wilhelm Müller dem Berufs-Müller in die Schuhe geschoben und im Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ 1823 veröffentlicht wurde. Waren Schusters Rappen in alter Zeit gerade für Gesellen das „öffentliche Verkehrsmittel“ Nummer eins, denn die waren zur Wanderschaft verpflichtet, so avancierte das Wandern mit einsetzender Romantik mit ihrer Entdeckung der Natur sowie der Entstehung bürgerlicher Vereine zum Freizeitvergnügen.

Einsatz neuer Medien

Das Wandern wurde durch Wandervereine organisiert und war Ausdruck freiheitlicher Gesinnung. Als Freizeitvergnügen hat es heute starke Konkurrenz bekommen, gegen die es sich zu behaupten gilt. So sorgen sich heute auch die Wandervereine um den Nachwuchs und das war Gegenstand einer kleinen Talkrunde zur Ausstellungseröffnung, an der, moderiert von Hessenpark-Mitarbeiterin Dr. Petra Naumann, unter anderem Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Jutta Nothacker, Geschäftsführerin der Stiftung Flughafen Frankfurt für die Region, sowie Gregor Maier als Hauptkulturwart des Taunusklubs teilnahmen. Neue Medien zu nutzen, um an die Klientel der Zukunft heranzukommen, war eine von allen mitgetragene Herausforderung, aber Maier warnte davor, nur auf die Jugend zu schielen. 70-Jährige dürften nicht zu Mitgliedern zweiter Klasse werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung müssten auch die älteren Generationen und zunehmend Alleinstehende im Wandern und in Vereinen Gleichgesinnte und Geselligkeit finden, meinte er.

Holz ist das beste Material

In der Ausstellung wird die Kulturgeschichte des Wanderns, einschließlich wechselnder Naturvorstellungen in vielen Facetten beleuchtet. Und ohne Wanderstock geht es nicht: „Wer zwei Stöcke benutzt, rennt durch die Landschaft, wer einen Stock benutzt, genießt diese“, gab Rolf Meyer interessierten Besuchern eine Stockmacher-Weisheit mit auf die Routen. Und er erklärte, warum die Stöcke aus Holz den Karbon- und Alu-Stöcken überlegen sind. „Holz nimmt die Stöße auf, und das belastet die Schulter nicht.“

Die Ausstellung ist als Erlebnisausstellung konzipiert, es gibt verschiedene Routen, die, je nach Interesse, mit Rucksack und Stock ausgerüstet, „abgewandert“ werden können, und für die Rallye braucht man zum Punktesammeln unbedingt einen Wanderstab. Einige alte Exemplare sind auch zu finden und nach alter Sitte mit den Plaketten der besuchten Orte benagelt.

Souvenirs für Wanderer sind in Vitrinen zu bestaunen sowie alte Wander-Utensilien wie der Kompass, das Fernglas oder die Wanderkarte, die längst den Display-Geräten gewichen ist. Wie in Schulen das Wandern und die Natur vermittelt wurden, ist dargestellt, alte Besucher-Bücher des Taunusklubs mit Eintragungen früherer Feldbergbesucher sind einzusehen, und Erklärungen zum Thema Wandern sind über Kopfhörer oder visuell in einer Dunkelkammer abrufbar. Auch Randthemen wie das Beschildern der Wanderwege, die Korbflechtschule in Grävenwiesbach oder der Wegebau werden gestreift, und Spielstationen lockern den historischen Stoff auf.

Für ein naturnahes Wald-Ambiente sorgen die vielen Holzstapel, bis hin zu Baumstümpfen um eine Lagerfeuer-Illustration auf dem Boden.

Bis zum 2. Dezember

Die Ausstellung „Wanderlust. Zwei Jahrhunderte Naturbegehung im Taunus“ ist bis zum 2. Dezember des laufenden Taunusklub-Jubiläumsjahres zu den Öffnungszeiten des Freilichtmuseums in
Neu-Anspach zu sehen. Ort ist die Stallscheune aus Asterode, Baugruppe Nordhessen.

Frankfurter Neue Presse vom 13. Januar 2018

Alle Wege führen auf den Feldberg

13.01.2018 150 Jahre ist es her, dass Frankfurter Bürger den ersten Taunusklub gründeten. Noch heute betreut der Stammklub der Taunusklubs das von ihm gebaute Wanderheim auf dem Feldberg.

Jeder wollte das Gebäude auf der Spitze des Feldbergs sehen, deshalb war der Andrang bei der Einweihung des Feldbergturms immens groß, Tausende kamen.

Nordend. 

Seit 115 Jahren steht der Feldbergturm auf Hessens höchstem Berg. Und noch immer sind die Betten im Wanderheim, das der Taunusklub in dem von ihm gebauten Turm betreibt, heiß begehrt. „Für die Silvesternacht hätte ich die 20 Betten bestimmt 50 Mal vermieten können“, sagt Gerhard Uhl, Vorsitzender des Taunusklub Stammklub. Der Feldbergturm, der heute dem Hessischen Rundfunk gehört und vom Frankfurter Taunusklub bewirtschaftet wird, ist eng mit der Geschichte des Vereins verbunden, der in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert.

Zur Einweihung des Turms kamen, was heute unvorstellbar ist, 10 000 Menschen auf den Gipfel“, sagt Uhl. Im Jubiläumsjahr 2018 wollen die Mitglieder des Vereins den Treppenaufgang im Feldbergturm renovieren. Als Geburtsstunde des Taunustourismus zählt oft der 18. Oktober 1814. An diesem Tag feierten der Chronik des Taunusklubs zufolge, die dieser zu seinem 150. Geburtstag herausgibt, tausende auf dem Großen Feldberg mit Bergfeuern den Sieg über Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig. Auf die Idee, auf dem Großen Feldberg ein Turn- und Volksfest auszurichten, kam 30 Jahre später August Ravenstein (1801-1881), Gründer des ersten Frankfurter Turnvereins und des Taunusklubs. Bis 1848 gab es diese beliebten Feste. Nach der gescheiterten Revolution dieses Jahres, zu deren Vorkämpfern auch Turner und Wanderer gehörten, war es zeitweise verboten. Gerade das Verbot sorgte dafür, dass Ausflüge auf den Feldberg immer beliebter wurden. Die erste Hütte entstand 1855 auf dem Gipfel, 1860 das erste steinerne Feldberggasthaus.

Wandern und diskutieren

Wandern war nicht nur ein Ausflug in die Natur“, schreibt Peter Trefz in der Taunusklub-Chronik. Beim Wandern konnte man „frei diskutieren“, auch über Politik. Etwa darüber, dass die Preußen Frankfurt, Nassau, Kurhessen und andere Länder 1866 annektierten, was viele ärgerte. Gleichzeitig wuchs der Wunsch, ein Nationalstaat müsse die Kleinstaaten ablösen.

In dieser Stimmung luden Ravenstein und drei weitere Frankfurter Bürger für dem 2. Januar 1868 ins Café Neuf auf dem Schillerplatz ein, um die Gründung des Taunusklubs vorzubereiten. Fast 60 Namen umfasste die Teilnehmerliste. „Am 5. Januar bereits fand hierauf im Feldberghaus unter Anwesenheit von 21 Mitgliedern die förmliche Gründung statt“, heißt es im ersten Jahresbericht des Frankfurter Taunus-Club, wie er damals hieß. Zusammen mit den Sektionen aus Eppstein, Idstein und Wiesbaden gründete der Frankfurter Stamm-Club, wie er dann hieß, am 26. November 1882 den Gesamt-“Taunus“-Club.

Ihre Blüte erlebte die Wanderbewegung von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg. Die meist aus dem wohlhabenden Bürgertum stammenden Mitglieder gaben Wanderkarten und Taunusführer heraus, verbesserten das Wegenetz und kümmerten sich um dessen Markierung. Sie bauten Aussichtstürme und unterstützten die Taunusdörfer, in denen oft große Not herrschte. Bis 1913 stieg die Mitgliederzahl des Stammklub auf 3000, zu den monatlichen Wanderungen trafen sich durchschnittlich 400 Menschen.

Wege werden markiert

Der Große Feldberg wurde immer beliebter. Skifahrer und Schneeschuhläufer trafen sich hier, die Vereine gründeten Jugendgruppen, in Taunusdörfern entstanden vom Taunusklub betriebene Schüler-Herbergen, Vorläufer der heutigen Jugendherbergen. Postbusse fuhren nach Oberreifenberg, eine elektrische Bahn zur 1907 rekonstruierten Saalburg.

Bis heute kümmern sich Taunusklub-Mitglieder darum, dass Spaziergänger und Wanderer sicher ihren Weg finden: Die Wegemarkierer der 24 Taunusklubs kümmern sich um das 2700 Kilometer lange Wegenetz, die Frankfurter betreuen davon 900 Kilometer. Mitglieder des Stammklubs laden zu Spaziergängen kleinen und großen Wanderungen oder kulturellen Ausflügen ein. Infos dazu gibt es unter blog.taunusklub-stammklub.de im Internet oder im Büro des Taunusklub Stammklub in der Eckenheimer Landstraße 57b, Telefon 069/ 55 93 62.

Usinger Anzeiger vom 10. Januar 2018

TAUNUSKLUB Jubiläumswanderung bei milden Temperaturen auf den Feldberg / Auf den Spuren von August Ravenstein

SCHMITTEN – (mgö). Der Taunusklub feierte am Sonntag mit rund 120 gut gelaunten Wanderern sein 150-jähriges Bestehen (der UA berichtete). Und wie es sich für einen Wanderverein gehört, marschierten die Mitglieder aus 24 Zweigvereinen mit großem Spaß auf dem neuen Jubiläumsweg von der Hohemark bis zum Großen Feldberg. Sie folgten somit dem ehemaligen Weg, der von August Ravenstein zur Gründung des Taunusklubs ab Oberursel vor 150 Jahren genommen wurde. Damals war es bitterkalt, Eis und Schnee lag auf den Wegen. Am Sonntag zeigten sich die milden Temperaturen für einen frühen Januartag zwar gnädig, die Wanderer benötigen aber doch mindestens zweieinhalb Stunden, um die anstrengende Tour zu bewältigen. Immerhin ging es ja ab Oberursel nur bergauf – vor allem der letzte Anstieg kurz vor dem Gipfel hatte es in sich. Und die meisten konnten nicht glauben, dass auf dem höchsten Berg im Taunus noch Schneefelder das Auge erfreuten. Ältere Wanderfreunde oder die mit Handicap, zogen es jedoch vor, das Feldbergplateau mit dem Auto anzusteuern. „Wir konnten nicht weniger als 162 Personen in unserem Wanderheim begrüßen“, dankte Gerhard Uhl, Vorsitzender des Taunusklub-Stammklubs, allen Wanderern, die die Mühe auf sich nahmen, den Gipfel wie vor 150 Jahren zu erklimmen. Heiße Würstchen, erfrischende Getränke, Kaffee und Kuchen standen für alle im Feldbergturm bereit. Sogar das Team des Hessischen Rundfunks berichtete über die große Jubiläumswanderung des Taunusklubs. Hier der Link: www.hessenschau.de/tv-sendung/video-51586.html.

Usinger Anzeiger vom 8. Januar 2018

Der Klub schafft Heimat

Dr. Rauchfuß verleiht Angelika Schmietendorf die silberne Ehrennadel des Deutschen Wanderverbandes

JUBILÄUM Akademische Feier zum 150-jährigen Bestehen des Taunusklubs im Feldberghof auf dem Großen Feldberg

SCHMITTEN. Zum 150-jährigen Jubiläum des Taunusklubs gratulierten in der akademischen Feier im Feldberghof auf dem Großen Feldberg die Vertreter der Gemeinden und Städten, aus Politik und Unternehmen, Partner, Gönner und nicht zuletzt die Zweigvereine. „Der Hausberg der Frankfurter hatte viele Eigentümer“, wusste der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs, zu berichten, „die Frankfurter wurden angeworben, im Taunus zu wohnen“. Das Wandern war in früheren Zeiten eine Lebenseinstellung, man konnte frei diskutieren, auch und gerade über Politik. Denn die preußische Annexion Frankfurts, Nassaus, Kurhessens und Hessen-Homburgs 1866 wurde von vielen Bürgern nur unwillig hingenommen. Die Wanderbewegung war Teil und Fortsetzung der zaghaften deutschen Freiheitsbewegung, beschrieb Peter Trefz die Anfänge des Taunusklubs, erstmals 2017 im Jahrbuch des Hochtaunuskreises erschienen. „Der Begriff ,Frisch auf‘ bezog sich auf den Tag, an dem alles anfing“, sagte der Heimatforscher Professor Eugen Ernst (Neu-Anspach) in seiner Rede im Feldberghof. Die Gründung des Taunusklubs an dem bitterkalten Tag mit Eis und Schnee stand als Symbol für Freiheit und Einheit. Einzig die Heidelbeerpflückerinnen oder Hirten aus den nahen Feldbergdörfern aus Arnoldshain, Glashütten oder Reifenberg liefen auf die Hochebene, denn es herrschte eine große Not in den Dörfern. Ernst berichtete über die Armut und den damit einhergehenden Hunger. „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“, brachte er die schlimmen Zeiten auf den Nenner. Von 1720 bis 1728 wuchs Schmitten auf 18 Familien heran, die versuchten, mit dem Schmiedehandwerk überleben zu können. Daher rühren auch heute noch die gängigen Sprüche „Zwei Eisen im Feuer haben“ und „Den Nagel auf den Kopf treffen“. Nur Persönlichkeiten in Pferdekutschen konnten sich das Abenteuer erlauben, den Taunus zu erkunden. Darunter übrigens Johann Wolfgang von Goethe, der mit 16 Jahren den Taunuskamm besuchte. „Aber dann kam der Taunusklub und richtete eine Korbflechtschule in Grä- venwiesbach ein (der anwesende Bürgermeister Roland Seel nickte), sorgte in Schmitten und Neu-Anspach für die Kranken und Kinder, verteilte kostenfrei Saatgut fürs Getreide und Setzkartoffeln“. Die Wohltätigkeitshilfe des Taunusklubs um 1909 war großartig, in der Blütezeit des Taunusklubs vor dem Ersten Weltkrieg 1914 wurden die Wege markiert und Wegweiser aufgestellt. Es beteiligten sich durchschnittlich etwa 400 Mitglieder an einer Wanderung (damals waren nur Männer zugelassen). Ein Teil des Taunus blieb nach dem Krieg einige Jahre französisch besetzt, der Taunusklub erholte sich mühsam. Es folgten Sonntagswanderungen mit der ganzen Familie, Rodelbahnen entstanden bei Kronberg und auf dem Feldberg. Jeder wollte in der Natur sein – der Banker, der Geselle, Vereine und Gewerkschaften. Auf die goldenen Jahre folgten die braune Zeit, der Zweite Weltkrieg, die Nachkriegszeit, der Wiederaufbau, die Wirtschaftswunderjahre und schließ- lich die deutsche Einheit als Übergang zur Gegenwart. Gekämpft hat der Taunusklub mit seinen aktuell rund 3000 Mitgliedern, die in 24 Mitgliedsvereinen organisiert sind, schon immer: in letzter Zeit vor allem gegen den geplanten Bau von Windenergieanlagen. Die Verbundenheit zur Natur und Heimat, untermauert von unzähligen Wanderfreunden, werde für den Taunusklub auch die nächsten 150 Jahre im Mittelpunkt stehen. Dafür wünschten alle Vertreter aus den Kommunen, aus dem Hochtaunussowie dem Main-Taunus-Kreis, dem Naturpark Taunus und vom Taunus Touristik Service viel Glück. Ebenso wie der Deutsche Wanderverein, vertreten durch seinen Präsidenten Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Sichtlich gerührt nahm Angelika Schmietendorf vom Taunusklub-Zweigverein Bad Soden von ihm die Silberne Ehrennadel des Wanderverbandes für ihre Leistungen entgegen. Die Geschäftsstellenleiterin trat vor 60 Jahren in den Taunusklub ein und leitet ihn seit 29 Jahren. Die Liste der Festredner zur Akademischen Feier zum 150-jährigen Jubilä- um des Taunusklubs umfasste neben Festredner Prof Fr. Eugen Ernst und Landrat Krebs noch Stefan Schmietendorf, Vertreter der Mitgliedsvereine, Gerhard Uhl, Vorsitzender des Stammklubs Frankfurt und Bertram Huke, Vorsitzender des Gesamtvereins. Vorstandsmitglied Markus Franz von der Taunus Sparkasse überreichte Bertram Huke vom Taunusklub die stolze Spende in Höhe von 28000 Euro für die Sanierung des Feldbergturms. Musikalisch untermalt wurde die Festlichkeit vom Saxofonquartett ParaVos. Sichtlich berührt nimmt Angelika Schmietendorf (oben) die Silberne Ehrennadel von Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, entgegen. Festredner (unten, links) sind auch Stefan Schmietendorf und Gerhard Uhl, Markus Franz (unten rechts, Mitte) von der Taunus Sparkasse überreicht Bertram Huke die Spende von 28000 Euro. Es dankte auch Landrat Ulrich Krebs. Fotos: Götz

Usinger Anzeiger vom 5.Januar 2018

Auf August Ravensteins Spuren

150 JAHRE TAUNUSKLUB Am 5. Januar 1868 wanderten 21 Frankfurter auf den Großen Feldberg / Hinweistafel zum Jubiläumsweg

SCHMITTEN/OBERURSEL – Mit großem Stolz blickt der Taunusklub auf 150 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Anlässlich seines Geburtstages enthüllte Landrat Ulrich Krebs, der auch Vorstandsvorsitzender des Naturparks Taunus ist, gestern gemeinsam mit dem Geschäftsführer Uwe Hartmann und dem Vorsitzenden des Taunusklub Gesamtvereins Bertram Huke sowie dem Vorsitzenden des Taunusklub Stammklubs Frankfurt, Gerhard Uhl, eine von drei neuen Informationstafeln. Die enthüllte Tafel steht am Taunus-Informationszentrum (TIZ) vor der Waldgarage am Eingang zum Naturpark und beschreibt den Jubiläumsweg hinauf zum Feldberg, der einst das Ziel einer folgenreichen Wanderung war.

Vor 150 Jahren, am 5. Januar 1868, brachen 21 Wanderfreunde aus Frankfurt unter der Führung von des Kartographen August Ravenstein frühmorgens bei Eis und Schnee auf und wanderten hinauf zum Feldberg. Auf dem Gipfel gründeten sie feierlich den Taunusklub, der nun seit 150 Jahren besteht. Der Klub war einer von vielen Wandervereinen, die damals in Deutschland ins Leben gerufen wurden. Das Wandern wurde damals und ist bis heute ein beliebter Volkssport.

Bericht: Michele Götz

Taunus-Welten vom 5. Januar 2018

Neuer Wanderweg zum Gründungsort des Taunusklubs auf dem Feldberg

Eine der drei neuen Tafeln. ©Hochtaunuskreis

Landrat Ulrich Krebs, der auch Vorstandsvorsitzender des Naturpark Taunus ist, hat zusammen mit Bertram Huke, dem Vorsitzenden des Taunusklubs, eine von drei Tafeln enthüllt, die auf einen neuen, ganz besonderen Wanderweg im Taunus hinweisen. Er wurde aus Anlass des 150. Geburtstages des Taunusclubs neu ausgewiesen und markiert. Die enthüllte Tafel steht am Taunus-Informationszentrum vor der Waldgarage des Naturparks. Der Weg, den sie beschreibt, führt hinauf zum Feldberg, es ist ein Weg mit einer besonderen Geschichte.

Vor 150 Jahren, am 5. Januar 1868, brachen 21 Wanderfreunde aus Frankfurt unter der Führung von August Ravenstein frühmorgens bei Eis und Schnee auf und wanderten hinauf zum Feldberg. Auf dem Gipfel gründeten sie dann den Taunusklub, der nun seit 150 Jahren besteht. Der Klub war einer von vielen Wandervereinen, die sich damals in Deutschland gründeten. Das Wandern wurde damals und ist bis heute ein beliebter Volkssport.

Der Weg an jenem kalten Januartag im vorletzten Jahrhundert führte über zehn Kilometer und 590 Höhenmeter vom Bahnhof Rödelheim zum Bahnhof Oberursel, von dort zur Hohemark und dann auf Pfaden und Fuhrwegen zum Großen Feldberg. Diese erste Wanderroute auf den Taunusgipfel ist nun als „Jubiläumsweg“ gekennzeichnet. Die drei neu aufgestellten Wandertafeln an den Standorten Feldberg, Fuchstanz und an der Hohemark verweisen auf ihn und seine Geschichte.

Ich freue mich, dass heute mehr Menschen als vor 150 Jahren wandern. Die Gründe warum sich der Volkssport einer zunehmenden Beliebtheit erfreut sind vielfältig. Das Erleben der Natur steht im Vordergrund. Eine Region wie der Taunus hat alles zu bieten, was das Herz des Wanderers erfreut: Landschaftspanoramen, Naturerlebnisse und kulturell bedeutende Orte“, sagt Ulrich Krebs. Der Taunusklub trage viel dazu bei, dass dieses Hobby, an dem Menschen allen Alters Spaß hätten, hier im Taunus so vielfältig gelebt werde. Bertram Huke und seinem Taunusklub gratulierte Krebs herzlich zu diesem Jubiläum.

Das Geburtstagsgeschenk des Naturparks ist die Einholung der Genehmigungen für Tafeln, Weg und Wegweiser und die damit verbundene Montage, erläutert Uwe Hartmann, Geschäftsführer des Naturpark Taunus. Die Zusammenarbeit zwischen Taunusklub und Naturpark ist eng.

Quelle: Hochtaunuskreis

 

Frankfurter Rundschau vom 28.12.2017

Die Wege-Markierer

Der Frankfurter Taunusklub Stammklub feiert 2018 seinen 150. Geburtstag. Am 7. Januar lädt er zur Traditionswanderung.

1902 errichtet der Taunusklub Stammklub einen Turm auf dem Großen Feldberg. Foto: Taunusklub Stammklub

Wer derzeit zum Fuchstanz läuft, eine Tour zum Großen Feldberg plant oder mit dem Mountainbike auf dem Frankfurter Hausberg unterwegs ist, stößt fast automatisch auf ihre Spuren. Die Rede ist nicht von Kelten oder Römern, sondern von den Mitgliedern des Taunusklubs, die sich seit anderthalb Jahrhunderten um das hiesige Mittelgebirge kümmern. Im kommenden Jahr feiert der Frankfurter Taunusklub Stammklub sein Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen. Nach Angaben des Klubs ist er der älteste von Wanderern gegründete Wanderverein Deutschlands.

Wohl jeden der zahlreichen Wege, die durch Täler, Wälder und Höhen führen, hat der Klub mit seinen insgesamt 26 Mitgliedsvereinen bewandert und inzwischen ein 2700 Kilometer langes Streckennetz mit Hinweisen versehen. Der Frankfurter Stammklub, mit 500 Mitgliedern die stärkste Gruppe im Gesamtverein, betreut mehr als ein Drittel der Strecke, sagt der Frankfurter Vorsitzende Gerhard Uhl. Mit Zange, Schere, Putztüchern und kleinen Leitern sind die Markierer das ganze Jahr über unterwegs und sorgen für den guten Zustand und die Vollzähligkeit der Wegezeichen.

Zur Feier des Geburtstags haben die Wanderer eigens einen Jubiläumsweg beschildert. Er zeichnet die Route nach, die die Gründungsmitglieder vermutlich bei ihrer ersten Tour genommen haben: von Oberursel Hohemark über den römischen Pflasterweg bis hinauf zum rund 880 Meter hohen Großen Feldberg. Dort trafen sich Anfang 1868 die Gründer des Taunusklubs.

Dabei reicht die Idee noch weiter zurück, sagt Uhl. Bereits Anfang 1847 hatte der Frankfurter Kartograph August Ravenstein nach einer winterlichen Besteigung des Großen Feldbergs den Einfall, einen Klub ins Leben zu rufen. Doch erst 21 Jahre und hunderte zurückgelegter Kilometer später trafen sich die Wanderfreunde in einem Café in Frankfurt.

„Alle Anwesenden wurden aufgefordert, am Sonntag, 5. Januar, auf den Großen Feldberg zu kommen“, sagt Uhl. Vor allem Frankfurter aus dem Bildungsbürgertum hätten sich für die Idee begeistert. Doch der Winter war kalt. Und nur 21 Herren verfügten über die richtige Kleidung, um sich auf den Weg durch Eis und Schnee zu machen. „Frauen durften noch gar nicht teilnehmen“, sagt Uhl.

HG-Repro: Feldbergturm vor der Einweihung 1902. Taunusklub Stammklub

Dabei hätten die Gründer keineswegs das gesellige Wandern im Kopf gehabt, erklärt der Erste Vorsitzende. Ziele seien damals die Heimatpflege, die Förderung des Fremdenverkehrs und vor allem die Bekämpfung der Armut im Taunus gewesen. Heutzutage kaum vorstellbar: Der Hochtaunuskreis gehört zu den reichsten des Landes. „Damals war die Gegend jedoch absolut abgehängt und verarmt“, sagt Gerhard Uhl. Um 1880 hatte der Klub eine eigene Wohltätigkeitsabteilung.

In verschiedenen Gemeinden gründete der Verein im Laufe der Jahre mehr als 20 Krankenschwestern- und Kleinkinder-Schulen. Die Mitglieder machten Krankenbesuche, hielten Nachtwachen und führten Tagespflegen durch. Notleidende Ortschaften versorgten sie mit Lebensmitteln und Saatgut, berichtet der Vorsitzende. Um Arbeitsplätze zu schaffen, hat der Verein 1881 in Grävenwiesbach eine Korbflechtschule errichtet, in Arnoldshausen folgte später eine Handschuhnäherei.

Diese Zeiten sind vorbei. Inzwischen steht das Wandern im Mittelpunkt. Jährlich unternehmen die Taunusfreunde eine Vielzahl von Exkursionen und Wanderungen, darunter auch mehrtägige – nicht nur im Taunus und in Frankfurt. Einen hohen Stellenwert nimmt die Seniorenarbeit ein, sagt Uhl. Für diese gibt es einen eigenen Treff und monatlich zwei spezielle Wanderungen.

Außerdem beschäftigen sich die Mitglieder mit naturkundlichen und kulturgeschichtlichen Themen. Auch pflegen sie die Aussichtstürme und Wanderheime im Taunus. Zu den bekanntesten gehört der Feldbergturm, den Frankfurts Oberbürgermeister Franz Adickes 1902 eröffnete. Auch wenn der Turm im Krieg abbrannte und mehrfach umgebaut wurde, befinden sich dort bis heute das Wanderheim des Stammklubs. Die Räume werden an Jugendgruppen und für Kindergeburtstage vermietet. Und Wanderer oder Mountainbiker, die nicht nur eine Tagestour im Taunus planen, können dort eines der 20 Betten nehmen.

Bericht: Boris Schlepper

Taunus-Zeitung vom 19.12.2017

Wanderverein Taunusklub feiert 2018 seinen 150. Geburtstag

19.12.2017VON KATJA SCHURICHTDer Taunusklub ist der älteste, von Wanderern gegründete Wanderverein Deutschlands. Ein solches Jubiläum muss gebührend gefeiert werden. Ihr Programm mit vielen besonderen Aktionen für 2018 haben die Vorstandsmitglieder des Vereins jetzt im Oberurseler Taunusinformationszentrum vorgestellt.

Betram Huke (Mitte) zeigt auf die neue Zusatzmarkierung des “Jubiläumsweges”, der an der Hohen Mark am Taunus Informationszentrum startet, Gerhard Uhl (li) und Gregor Maier freuen sich schon auf die Wanderung am 7. Januar 2018.

Hochtaunus. Gerhard Uhl weiß, wie beliebt eine Übernachtung im Feldbergturm ist. „Für die Silvesternacht hätte ich die 20 Betten bestimmt 50 Mal vermieten können“, sagt der Vorsitzende des Frankfurter Stammklubs des Taunusklubs, der für die Vermietung des Wanderheims auf dem Gipfel des Großen Feldbergs zuständig ist. Und auch außerhalb dieses besonderen Datums sind die Übernachtungen im Gipfelhaus gefragt. Der Feldbergturm, der heute dem Hessischen Rundfunk gehört und der vom Frankfurter Taunusklub bewirtschaftet wird, ist eng mit der Geschichte des Wanderclubs verbunden – schließlich beherbergt der Turm das Wanderheim des Vereins und ist auch 1902 von ihm erbaut worden. „Der 30-Meter-Aussichtsturm wurde im Oktober 1902 eingeweiht. Damals kamen, was heute unvorstellbar ist, 10 000 Menschen auf den Gipfel“, schildert Uhl. Für das Jubiläumsjahr 2018 haben sich die Mitglieder des Vereins vorgenommen, den Treppenaufgang im Feldbergturm zu renovieren. „Der Treppenaufgang soll bald in neuem Glanz erstrahlen“, berichtet Bertram Huke, Vorsitzender des Taunusklub-Gesamtvereins.

Spenden für neue Treppe 35 000 bis 40 000 Euro, schätzt Huke, kostet die Sanierung des Treppenhauses. Im Sommer soll die Maßnahme abgeschlossen sein. „Wir sind sicher, dass wir die Summe bald beisammen haben. Wir haben bereits eine Spendenaktion gestartet“, sagt Huke. Erste Spenden von Mitgliedern und Firmen sind bereits eingegangen, verrät er.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres bittet der Taunusklub mit all seinen 24 Zweigvereinen am Samstag, 6. Januar 2018, zu einer akademischen Feierstunde auf den Großen Feldberg ins Restaurant Feldbergblick. Einen Tag später, am Sonntag, 7. Januar, steht dann die Traditionswanderung zum Großen Feldberg an. „Das Besondere ist dieses Mal, dass wir den sogenannten Jubiläumsweg gehen“, schildert Bertram Huke. „Diesen Weg sind vor 150 Jahren, so ist es uns überliefert worden, August Ravenstein und seine Mitstreiter am 5. Januar 1868 von der Hohen Mark bis zum Großen Feldberg gewandert“, berichtet Gerhard Uhl. 150 Jahre später lädt der Taunusklub alle Interessierten ein, ebenfalls diese Route entlangzuwandern. „Wir treffen uns um 9.30 Uhr an der Hohen Mark. Start ist um 10 Uhr“, informiert Uhl. Pünktlich zum 150-jährigen Bestehen des Vereins haben die Mitglieder des Frankfurter Stammklubs die Strecke eigens mit Schildern markiert. Gegen 12.30 Uhr beginnt die Feier im Wanderheim der Tauniden auf dem Großen Feldberg.

Ausstellung im Hessenpark

Wanderlust“ lautet das Motto dann von Sonntag, 4. März, an: So lautet der Titel der Sonderausstellung zum Jubiläum, die bis zum 2. Dezember in den Hessenpark lockt und die der Taunusklub gemeinsam mit dem Freilichtmuseum organisiert. „Die Ausstellung widmet sich dem Thema zwei Jahrhunderte Naturbegehung im Taunus“, erklärt Gregor Maier, Hauptkulturwart des Taunusklub-Gesamtvereins. Im Fokus der Schau steht die Kulturgeschichte des Wanderns. „Es geht ums Wandern wollen und nicht ums Wandern müssen“, betont Maier. Zu sehen ist die Sonderausstellung in der Scheune aus Asterode. „Am Beispiel des Taunus wird der Frage nachgegangen, wie wir die Natur wahrnehmen.“ Die Ausstellung ist in fünf Themenblöcke gegliedert. Unter anderem geht es um Orientierung und Bewegung im Raum und den Taunus als Ausflugsziel. „Außerdem wird es einen Kinder-Parcours geben. Und wie immer im Hessenpark wird die Ausstellung insgesamt einen interaktiven Charakter haben“, betont Maier.

Am Montag, 14. Mai, geht es erneut in den Hessenpark: „Dann ist der Tag des Wanderns. Diesen nutzen wir dazu, unseren Verein dem Nachwuchs zu präsentieren und um jüngere Mitglieder zu gewinnen“, berichtet Gregor Maier. „Das Motto lautet für uns deshalb Schulwandern.“ Sechs Schulklassen aus dem Hochtaunuskreis haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Am 24. Juni steht für die Tauniden der große Taunuswandertag auf dem Programm: „Das ist sozusagen das Familientreffen des Taunusklubs“, informiert der Gesamtvorsitzende Bertram Huke. Der Taunuswandertag findet 2018 in Frankfurt-Heddernheim statt. „Wir treffen uns in der Sandelmühle. Traditionsgemäß wird es an unserem Taunuswandertag eine Sternwanderung zu unserem Treffpunkt geben“, fügt Huke hinzu.

Usinger Anzeiger vom 8.12.2017

Am En­de des We­ges

TAU­NUS­KLUB Herz­li­che Ver­ab­schie­dung von Haupt­we­ge­wart Wolf­gang Rin­ner / Als Mit­glied wei­ter­hin da­bei

Von Mi­che­le Götz

SCHMIT­TEN. „Wer öf­ter sei­nen Ruck­sack packt, der kriegt auch kei­nen Herz­in­farkt“, lau­tet das Mot­to von Haupt­we­ge­wart Wolf­gang Rin­ner, der im Tau­nus­klub-Wan­der­heim im Aus­sichts­turm auf dem Gro­ßen Feld­berg von et­li­chen We­ge­mar­kie­rern herz­lich ver­ab­schie­det wur­de. Seit 1965 ist der un­er­müd­li­che Wan­der­freund für den Tau­nus­klub tä­tig, seit 1983 üb­te er die Tä­tig­keit als Haupt­we­ge­wart für al­le Zweig­ver­ei­ne des Tau­nus­klubs aus. Frü­her war Rin­ner bei den Na­tur­freun­den, bis er ei­nes Ta­ges am Feld­berg­ki­osk an­ge­spro­chen wur­de, dass der Tau­nus­klub drin­gend We­ge­mar­kie­rer sucht. Nach kur­zer Über­le­gung sag­te der Frank­fur­ter be­geis­tert zu und mar­kier­te nicht nur un­ge­zähl­te Wan­der­we­ge, er bau­te das gan­ze Wan­der­heim aus, ver­putz­te die Wän­de, leg­te Däm­mung un­ter den De­cken und so fort. „Was ha­ben wir hier in den 50er-Jah­ren ge­schafft“, sag­te Rin­ner und dach­te weh­mü­tig an sei­ne vor vier Jah­ren an Krebs ver­stor­be­ne Frau Ur­su­la, denn sie küm­mer­te sich 40 Jah­re lang um die Bet­ten­be­le­gung und führ­te die Be­wirt­schaf­tung für die Mit­glie­der der Tau­nus­klubs. Seit we­ni­gen Jah­ren je­doch dür­fen auch Nicht-Mit­glie­der das Wan­der­heim mie­ten und das wird re­ge ge­nutzt, freu­te sich der Vor­sit­zen­de Ge­rhard Uhl, der nun die Ter­mi­ne für die un­ge­wöhn­li­che Lo­ca­ti­on ver­gibt (Te­le­fon 0170/4764591).

Im be­son­ders ro­man­ti­schen Jä­ger­stüb­chen mit Spros­sen­fens­tern und ei­nem Ge­weih als De­cken­leuch­te dank­te Uhl bei Schmalz und Brot Rin­ner für sei­nen un­er­müd­li­chen und stets er­folg­rei­chen Ein­satz. „Er war die tra­gen­de Säu­le un­se­res Ver­eins“, zoll­te er ihm sei­nen ho­hen Re­spekt.

Rin­ner warb zu­dem er­folg­reich neue eh­ren­amt­li­che We­ge­mar­kie­rer an, be­treu­te et­wa 70 von ih­nen und ak­qui­rier­te Spen­den­gel­der von Ban­ken und Un­ter­neh­men. „Ein Er­folg, den ein Au­ßen­ste­hen­der gar nicht ge­nug wür­di­gen kann, da sich kaum noch je­mand fin­det, der un­se­re nicht im­mer ein­fa­che Tä­tig­keit aus­üben will“, dank­te Dr. Mar­tin von Fo­ers­ter in dem di­cken Ver­zeich­nis der We­ge des Tau­nus­klubs, wel­ches Rin­ner zu Eh­ren an­ge­fer­tigt wur­de. Be­wun­derns­wert sei sei­ne Fä­hig­keit, auf an­de­re zu­zu­ge­hen, zu­dem or­ga­ni­sier­te er für den Stamm­klub Rei­sen nach Slo­we­nien und nach Süd­ti­rol und ist Chef­re­dak­teur für das Jah­res­pro­gramm des Stamm­klubs.

Ge­mein­sam mit der Fir­ma Kal­te und dem Na­tur­park Tau­nus küm­mer­te sich Rin­ner um die Groß­schil­der, die den Wan­der­ern im Tau­nus vie­le wert­vol­le In­for­ma­tio­nen lie­fern. Karl-Heinz Kal­te ist seit 15 Jah­ren Mit­glied im Zweig­ver­ein Grä­ven­wies­bach und Her­stel­ler für We­ge­mar­kie­run­gen und ließ es sich na­tür­lich nicht neh­men, Rin­ner herz­lich zu ver­ab­schie­den. An der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am 3. März soll ein jün­ge­rer Nach­fol­ger vor­ge­stellt wer­den.

Rin­ner wird bis da­hin noch flei­ßig sei­ne Run­den im Tau­nus dre­hen und als Mit­glied dem Tau­nus­klub wei­ter­hin treu blei­ben. „Viel­leicht ha­be ich dann ein we­nig mehr Zeit, ,im Tal der Ah­nungs­lo­sen‘ zu ver­wei­len“, be­schreibt Rin­ner schmun­zelnd sei­nen Wohn­ort Ber­gen-Enk­heim.

Wan­de­rung zum Ju­bi­lä­um am 5. Januar 2018

SCHMIT­TEN (mgö). Am 5. Ja­nu­ar 2018 wird der Tau­nus­klub 150 Jah­re alt. Na­he­zu zeit­gleich zum Grün­dungs­tag lädt der Tau­nus­klub Stamm­klub am Sonn­tag, 7. Ja­nu­ar, je­des Mit­glied al­ler Mit­glieds­ver­ei­ne nur an die­sem Tag zu sei­ner Tra­di­ti­ons­wan­de­rung zum Gro­ßen Feld­berg mit an­schlie­ßen­dem ge­müt­li­chen Bei­sam­men­sein im Wan­der­heim ein.

Am 5. Ja­nu­ar 1868 wur­de der Tau­nus­klub von Au­gust Ra­vens­tein und 20 Mit­strei­tern im al­ten Feld­berg­haus ge­grün­det. Vor­an­ge­gan­gen wa­ren ein Fuß­marsch in Frank­furt zum heu­ti­gen West­bahn­hof mit an­schlie­ßen­der Bahn­fahrt nach Ober­ur­sel und ein er­neu­ter Fuß­marsch durch Ober­ur­sel bis zum Feld­berg­gip­fel. An die Pass­age von der Ho­he­mark zum Feld­berg­pla­te­au er­in­nert der vom Tau­nus­klub Stamm­klub neu ein­ge­rich­te­te „Ju­bi­lä­ums­weg“. Die­ser soll am 7. Ja­nu­ar ge­mein­sam be­lau­fen wer­den. Treff­punkt ist um 9.30 Uhr am Tau­nu­sin­for­ma­ti­ons­zen­trum. Be­ginn der Wan­de­rung ist um 10 Uhr. Die Stre­cken­län­ge be­trägt et­wa zwölf Ki­lo­me­ter und dau­ert in­klu­si­ve ei­ner Pau­se am Fuchs­tanz rund drei Stun­den.

Wer nicht ab der Ho­he­mark mit­läuft, kommt auf ver­trau­ten We­gen zum Gro­ßen Feld­berg. Mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln ist der Feld­berg ab Frank­furt-Süd mit der U3 bis zur Ho­he­mark gut zu er­rei­chen, ab hier be­dient die Bus­li­nie 57 um 12.33 Uhr die Stre­cke bis zum Feld­berg­pla­te­au. Das Wan­der­heim ist ab 11.30 Uhr ge­öff­net. Ab 13 Uhr wird der er­ste Vor­sit­zen­de des Stamm­klubs, Ge­rhard Uhl, al­le Mit­glie­der herz­lich be­grü­ßen, der Vor­sit­zen­de des Haupt­ver­eins, Bert­ram Hu­ke, hat ei­ne kur­ze An­spra­che vor­be­rei­tet. Mit mu­si­ka­li­scher Un­ter­ma­lung darf das gro­ße Ju­bi­lä­ums­jahr des Tau­nus­klubs kräf­tig ge­fei­ert wer­den.

Ei­ne Sup­pe mit Würst­chen und Bröt­chen so­wie ein Ge­tränk wer­den durch aus­ge­ge­be­ne Bons be­zahlt. Wei­te­rer Ver­zehr muss von je­dem Mit­glied selbst über­nom­men wer­den. Kaf­fee und Ku­chen wird es zum „Ju­bi­lä­ums­preis“ von je­weils 1 Eu­ro ge­ben.

Der Tau­nus­klub Stamm­klub und der Haupt­ver­ein wür­den sich über ei­ne re­ge Teil­nah­me sehr freu­en. Dem Ver­ein ge­hö­ren über 650 Mit­glie­der an.

Usinger Anzeiger vom 1.12.2016

Alte Ravenstein-Karten sind mittlerweile Gold wert

Dr. Martin von Förster (links) und Wolfgang Rinner

TAUNUSKLUB Weihnachtsfeier der Wegemarkierer auf dem Feldberg / „Jubiläumsweg“ zum 150. Geburtstag des Taunusklub im Jahre 2018

SCHMITTEN – (mg). Am 5. Januar 1868 brachen 27 Wanderfreunde aus Frankfurt unter der Führung von August Ravenstein frühmorgens bei Eis und Schnee auf und gründeten auf dem Feldberggipfel den Taunusklub. Sie konnten nicht ahnen, dass sie den Beginn eines Volkssportes auslösten, der etliche Zweigvereine bildete. Der Kartograf, Topograf, Verleger und Buchhändler Ravenstein (auch als „Frankfurter Turnvater“ bekannt) erstellte Wegekarten und regte an, die Wege zu markieren. Seither stellt der älteste und mitgliedstärkste Taunusklub Stammklub Frankfurt die größte Gruppe von Wegemarkierer, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig sind. Mit den Zweigvereinen sind 70 Markierer, davon 40 vom Stammklub, im gesamten Taunusgebiet unterwegs, um das 2.700 Kilometer lange Wegenetz mit Markierungen zu versehen.

Eine besondere Aufgabe steht ihnen jedoch im Frühjahr bevor, wenn der „Jubiläumsweg 150 Jahre Taunusklub“ markiert werden soll. Denn 2018 wird der Stammklub sein 150-jähriges Jubiläum feiern, unter anderem mit einem schönen Festakt im Kaisersaal im Frankfurter Römer. „Bis dahin wollen wir der ursprünglichen Wanderung vor fast 150 Jahren gefolgt und den Weg ausgewiesen haben“, teilte in froher Erwartung der Vorsitzende Gerhard Uhl den Wegemarkierern im Wanderheim des Taunusklubs mit, die sich zur Weihnachtsfeier im Aussichtsturm auf den Großen Feldberg zusammenfanden.

Damals führte der Weg in den Taunus vom Bahnhof Rödelheim, heute ein Stadtteil von Frankfurt, zum Bahnhof Oberursel. Zu Fuß ging es weiter zur Hohemark, dann auf Fuhrwegen und Pfaden zum Feldbergplateau. Der „Jubiläumsweg“ wird 150 Jahre später die Wanderer von der Hohemark über die „Weiße Mauer“ unterhalb des Altkönigs bis zum Fuchstanz und weiter bis auf den höchsten Taunusgipfel führen. Zehn Kilometer lang mit einem Höhenunterschied von 590 Metern.

Am 1. Dezember wird Wolfgang Rinner, Leiter der Wegemarkierer im Stammklub Taunus, gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Naturparks Hochtaunus, Uwe Hartmann, und dem Hauptwegewart vom Taunusklub Köppern, Wolf Jäger, den Weg ablaufen, um die Standorte von vier neuen Informationstafeln festzulegen, für die der Taunusklub eine Baugenehmigung einreichen muss.

Am 8. Januar 2017 wird der Jubiläumsweg erstmalig an der Traditionswanderung zum Feldberg mit dem Stammklub unter der Führung von Christel Nordmann und Gerhard Uhl erkundet. Eine zweite Traditionswanderung am selben Tag, nur zwei Kilometer kürzer, wird Wolfgang Rinner und Karlheinz Wiegel führen. Gerne würde der Frankfurter Stammklub auch jungen Leuten die Schönheit der Wälder und die Freude des Wanderns näherbringen, wie es schon Inge Marx macht, die Kinder und Jugendliche immer am ersten Samstag nach den hessischen Sommerferien um 10 Uhr von der Hohemark auf den Großen Feldberg führt. „Es ist leider sehr schwierig, in der Stadt Frankfurt junge Leute zum Wandern zu motivieren“, meinte Rinner, „wir setzen aber alles dran.“

GPS alleine reicht nicht

Vielleicht geht das ja über GPS-Daten, die Dr. Martin v. Förster, zuständig für Wanderwege auf den Landkarten des Landesvermessungsamtes, auf seiner Homepage www.drmvf.de zusammenstellte. „Für das Benutzen zum Navigieren mit GPS-Geräten dienen die Dateien mit der Bezeichnung NAVI im Namen“, so Förster, dessen Wegführung er von den abzweigenden Querwegen des Taunusklubs bereinigte. Seine normalen GPS-Daten sind für den Gebrauch mit elektronischen Landkarten geeignet, wohlgemerkt nicht zum Navigieren mit GPS-Geräten, da die eingezeichneten Querwege diese Geräte in die Irre führen.

Wer ursprünglich wandern möchte, nimmt eine Landkarte zur Hand. Hier empfiehlt Förster besonders topografische Karten mit dem Maßstab 1 zu 25.000. „Wer noch eine hat, bitte unbedingt behalten“, warnt Förster, da das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation seit Herbst 2014 keine Wanderkarten mehr druckt. „Die alten Karten des Ravenstein Verlages werden mittlerweile wie Gold gehandelt“, weiß Förster, der jedem Wanderfreund rät, in den Buchhandlungen noch nach normalen Karten nachzufragen. Denn bei aller technischen Raffinesse sind die Akkus schnell leer; in den Tälern herrscht Funkstille.

Neben den Wanderrouten hat Förster auch alle Wege entlang der Taunusbahn auf seiner Homepage ausgewiesen. In einem Gemeinschaftsprojekt des Taunusklubs, dem Naturpark Taunus und der Taunusbahn gibt es auch Wanderflyer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), damit die Strecken zu Fuß von Bahnhof zu Bahnhof mit Vergnügen gelaufen werden können, natürlich markiert vom Taunusklub.

Taunus-Zeitung vom 14. Oktober 2016 – Hardtbergturm soll doppelt so hoch gebaut werden

Nicht mehr standfest ist der Hardtbergturm in Mammolshain (oben). Der Förderverein mit dem Vorstand Mareike Schuster (Schriftführer), Christoph Klein (2. Vorsitzender), Hans-Dieter Hartwich (Vorsitzender), Christoph Jung (Kasse), Ingrid Reimer (Beisitzer) und Johannes Schießer (Beisitzer) wollen ihn neu bauen lassen.

Der marode und seit 2012 gesperrte Hardtbergturm soll bis Ende 2020 neu und doppelt so hoch wie bisher gebaut werden. Um die Pläne verwirklichen zu können, muss allerdings zunächst die Werbetrommel gerührt werden: Die Kosten betragen geschätzte 300 000 Euro.

Mammolshain.

Die 2600 Mark, die der Taunusklub Frankfurt Ende des vorletzten Jahrhunderts investierte, haben sich ausgezahlt: Seit der Eröffnung des Hardtbergturms am 4. Dezember 1899 haben unzählige Wanderer und Spaziergänger, Einheimische und Touristen die Aussicht genossen. Bereits 1884 war ein einfacher Holzturm errichtet worden, der jedoch schnell verrottete. Die Eisenkonstruktion hat wesentlich länger durchgehalten und wurde 1999 von 11,50 auf 14,50 Meter aufgestockt.

Heute ist der Turm aber nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Aussicht, etwa auf die Rhein-Main-Ebene oder die umliegenden Burgen, wird weitgehend durch hohe Bäume getrübt. Zudem ist das Bauwerk marode: 2012 hatte eine Prüfung ergeben, dass das Stahlkonstrukt stark korrodiert und die Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet ist. 2013 beantragte die Stadt den Abriss, zu dem es nicht zuletzt aufgrund vieler Bitten aus dem Edelkastaniendorf kam: „Die Mammolshainer waren nicht begeistert“, so Ortsvorsteher Hans-Dieter Hartwich (CDU). Seitdem steht der Turm eingezäunt da, die unteren Stufen wurden aus Sicherheitsgründen entfernt.

Bis Ende 2020 soll er nun wie Phoenix aus der Asche auferstehen: Im Dorfgemeinschaftshaus hat sich am Mittwochabend ein Förderverein gegründet, der einen neuen, schöneren und vor allem höheren Turm bauen will. 27 bis 30 Meter sind anvisiert, die geschätzten Kosten liegen bei 300 000 bis 350 000 Euro. Die in den vergangenen Jahren von der AG Hardtbergturm – dem Vorläufer des Vereins – und der Stadt angestrebte „kleine Lösung“, eine Sanierung für rund 75 000 Euro, wurde fallengelassen. Das Geld dafür war bereits in den Haushalt eingestellt. Eine weitere Aufstockung des bestehenden Turms ist aus statischen Gründen nicht möglich, an der eingeschränkten Sicht hätte sich nichts geändert.

Das Umdenken bei Hartwich, Bürgermeister Leonhard Helm und Landrat Ulrich Krebs (beide CDU) hat in einem Hubsteiger neben dem alten Turm, in rund 25 Metern Höhe, eingesetzt. Die Aussichten haben sie nachhaltig beeindruckt. Ein Neubau in dieser Sphäre wäre laut Helm „ein Aushängeschild für uns alle“. Die Attraktivität Königsteins und der Region würde weiter gesteigert, ergänzte Hartwich. Zudem wäre der Turm eine hervorragende Verknüpfung zu den Burgen in Königstein, Falkenstein und Kronberg sowie als Startpunkt zum Waldlehrpfad, der ebenfalls aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden soll (wir berichteten).

Ziel des Vereins ist es nicht nur, Mittel für den Bau zu beschaffen. Auch die spätere Instandhaltung soll durch Aktionen und die weitere Akquirierung von Geldern gewährleistet werden. Nachdem die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes zur 825-Jahr-Feier Mammolshains im Juni bereits als erste Spendenzusage verbucht werden konnte, brachte Krebs eine weitere über 2500 Euro mit ins Dorfgemeinschaftshaus. Er gab seinerzeit letztlich den Anstoß zum Neubau. Es täte dem Naturpark Taunus – dessen Vorstandsvorsitzender er ist – gut, wenn es den Turm wieder gäbe, „auch als Wegmarke“, so Krebs. Der Betrag soll dem Verein Starthilfe leisten und zunächst in die Erstellung einer Internetseite fließen.

Als clever erwies sich in diesem Zusammenhang der Schachzug des Mammolshainers Georg Pfeiffer. Nachdem er das erste Mal von dem Projekt gehört hatte, sicherte er sich gleich die Adresse hardtbergturm.de: „Bevor er in die falschen Hände gerät…“, berichtete er lächelnd. Die Besitzrechte spendete er dem Verein.

Insgesamt wurde von den rund 40 Gästen gut die Hälfte Gründungsmitglied. Der Mitgliedsbeitrag für Einzelpersonen beträgt 16, für Familien 24 Euro. Postalisch ist der „Förderverein Hardtbergturm“ am Haideplacken 18 verortet. Die Vorschläge der Initiatoren zur Besetzung der Vorstandsposten wurden allesamt einstimmig angenommen. Damit wurde Hartwich zum Vorsitzenden und Christoph Klein zu seinem Stellvertreter gewählt. Christoph Jung wacht über die Finanzen, Mareike Schuster ist Schriftführerin. Ingrid Reimer, Heidi Scherer und Johannes Schießer fungieren als Beisitzer.

Taunus-Zeitung vom 18.10.2016

Taunusklub „Lücken in der Baumkrone“: Tauniden gedenken ihrer Toten

Pfarrer Wildfang sprach über Spuren, die Menschen hinterlassen, und über führende Hände auf Lebenswegen.

18.10.2016 „Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unsrem Leben. Drum wird dies eine Blatt allein uns immer, immer fehlen.“

Schmitten.

42 Blätter waren im vergangenen Jahr vom Baum des Taunusklubs abgefallen. Sie haben Lücken in seine Krone gerissen. Jedes Blatt hatte einen Namen. Bertram Huke, Vorsitzender des Gesamtvereins, trug sie vor, ebenso wie das voranstehende Gedicht eines unbekannten Verfassers. Stets im Herbst gedenken die Tauniden ihrer Verstorbenen des jüngsten Wanderjahres, und stets treffen sich die Hinterbliebenen dazu am Stockborn unterhalb des Feldbergs, der in der Geschichte des Taunusklubs eine zentrale Bedeutung hat. Über 100 Mitglieder kamen diesmal zum Ort der Trauer und der inneren Einkehr. Am Kreuz und der Gedenktafel unter den Bäumen verschmelzen Erinnerungen an geliebte Menschen und die Liebe zur Natur, und das ganz besonders, wenn letztere sich so stimmungsvoll präsentiert wie am Sonntagmittag. Sonnenstrahlen brachen durch den Herbstwald mit seinen immergrünen Nadelbäumen, ließen Augenlider blinzeln und wärmten mild Wangen, Stirn und Nasenspitzen.

Bläser des Musikzuges der SG Anspach rahmten die Worte des Vorsitzenden und des Pfarrers ein. Christoph Wildfang aus Arnoldshain ging in seiner Rede den Spuren nach, die die Wanderfreunde im Leben der anderen hinterlassen haben. Das Geführtwerden auf Wegen war ein weiterer Gedanke des Pfarrers, wobei er Wanderführer, Leitpersonen auf dem Lebensweg, aber auch Führung durch die Hand Gottes im Blickfeld hatte.

Anschließend verweilten einige noch still, andere nutzten den wunderbaren Herbsttag zu einem Spaziergang, wieder andere wanderten zurück in die Wanderheime, aber alle setzten den gemeinsamen Lebensweg fort, auf den noch manche Blätter herabfallen werden.

(fms)

Taunus-Zeitung vom 23.9.2016

Königsteiner erneuern Markierungen auf dem 3-Burgen-Weg 23.09.2016

Da sitzt es richtig, das Wegzeichen des 3-Burgen-Weges. Hedwig Groß (Bildmitte in blauer Jacke) gibt die Position vor, Siggi Kuschel (re.) spielt seine Reichweiten-Vorteile aus und nagelt das Schild an den Baum.

VON STEFAN JUNG

Wenn sich Hedwig Groß und ihre Mitstreiter vom Königsteiner Taunusklub ein Mal im Jahr mit Hammer und Nagel auf den Weg machen, den 3-Burgen-Weg zwischen Königstein und Kronberg zu erwandern, dann führen sie Wegweisendes im Schilde. So auch in dieser Woche, die noch dazu die Woche des bürgerlichen Engagements ist.

„Da müsste noch eine Markierung hin, damit die Leute wissen, wo es weitergeht“, meldet ein „Kundschafter“ von der Ecke Kloster- und Pingler-Straße. Guter Tipp, denkt sich auch Hedwig Groß. Zwar kennen sie und „ihre“ Königsteiner Tauniden den 3-Burgen-Weg aus dem Effeff. Schließlich haben sie vor vier Jahren maßgeblich an der Festlegung und Markierung der Route von Königstein über Falkenstein nach Kronberg mitgearbeitet.

Für einen Ortsfremden jedoch – und dem sollen die Markierungen ja in erster Linie dienen – könnte es mit der Orientierung an der Kreuzung doch schwierig werden. Links die Klosterstraße runter, rechts hoch oder doch die Pingler-Straße geradeaus, wie es richtig ist – da hilft nur eins, ein Aufkleber. Flugs zieht Groß einen aus der Tasche, reicht ihn an den groß gewachsenen Siggi Kuschel weiter, der – ob seiner deutlichen Reichweitenvorteile – die Klebefolie mit Turm-Signet zielsicher und gut erkennbar zwischen einer Vielzahl anderer Wanderzeichen platziert.

Ergänzen und ersetzen

„Kann durchaus sein, dass hier ursprünglich sogar eine Markierung von uns angebracht war“, stellt Groß nach prüfendem Blick auf die Metallstange des Verkehrsschildes fest. „Vielleicht wurde es abgekratzt“, vermutet die Vorsitzende des Königsteiner Taunusklubs. Das wäre zwar ärgerlich, aber zum Glück eher die Ausnahme denn die Regel, weiß Groß.

Wenn sie ihre Weggefährten für Mittwoch dennoch zum Inspektionsgang eingeladen hatte, dann zum einen, weil die Tauniden beim Naturpark im Wort stehen, dass sie ein Mal im Jahr den Weg „abgehen“. Und zum anderen, weil diese Woche die offizielle „Woche des bürgerlichen Engagements“ ist.

„Da können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, rief Groß ihrem guten Dutzend Mitwanderer beim Start am Kapuzinerplatz zu. Über ein Dutzend Mitläufer an einem Mittwoch? Klingt gut und klingt noch besser, wenn man bedenkt, dass zur gleichen Zeit noch zwei weitere Gruppen des Klubs – die „Langen“ und die „Kurzen“, je nach Wegstrecke – unterwegs sind. Wandern ist offensichtlich sehr angesagt in der Kurstadt.

Etwa 150 Mitglieder zählt der Klub, Tendenz steigend, unterstreicht die Vorsitzende, die einen Grund für den guten Zulauf darin sieht, dass die Königsteiner Tauniden für Interessierte eine verlässliche Anlaufstelle sind.

Mit ganz wenigen Ausnahmen wandern die nämlich durch – von Januar bis Dezember und bei Wind und Wetter. Groß: „Mittwochs sind wir eigentlich immer unterwegs, einzig die Sonntagswanderungen fallen im Dezember aus.“

„Das hier so viele begeistert dabei sind, liegt vor allem aber auch daran, dass es hier Leute gibt, die sich stark engagieren“, ergänzt Margot Clement und deutet dabei auf Hedwig Groß, die seit zehn Jahren den Vorsitz innehat und für ihren Einsatz erst im Frühjahr vom Stammklub mit dem silbernen Ehrenabzeichen bedacht wurde.

Eine große Familie

Wie gut das Wandern in Königstein läuft, dafür ist Margot Clement ein perfektes Beispiel, immerhin ist sie im besten Sinne des Wortes eine „Überläuferin“. „Ich komme aus Kronberg, bin aber schon seit Jahren bei den Königsteinern dabei – das ist hier wie in einer großen Familie“, schwärmt Clement. Mit Blick auf die alten Ressentiments, die einst zwischen Kur- und Burgstädtern kultiviert wurden, kann Clement nach ihren Erfahrungen nur lachen: „Die Königsteiner – hochnäsig? Alles Klischees.“

Sie sei froh, dass sie in der Nachbarstadt ein Angebot gefunden habe, das auch von reiferen Wanderfreunden genutzt werden könne. Bei den Kollegen in Kronberg nämlich gehe man mittlerweile andere, deutlich sportlichere Wege. Was Margot Clement aber ausdrücklich nicht als Kritik an den Veränderungen in ihrem Heimatklub verstanden wissen will: „Das ist für mich in Ordnung, wenn man hier mal etwas Neues probiert. Ich kann ja in Königstein mitwandern.“

Projekt „läuft“

Und das umso lieber als die beiden Klubs nicht miteinander konkurrieren, sondern im Sinne des Wanderns gemeinsame Wege beschreiten. So zum Beispiel beim rund elf Kilometer langen 3-Burgen-Weg. Den haben die Tauniden aus Königstein und Kronberg 2013 gemeinsam mit den Burgvereinen aus beiden Städten und dem Falkensteiner Heimatverein auf den Weg gebracht. Und das Projekt „läuft“.

Zwar pilgern die Wanderfreunde nicht in Scharen von Burg zu Burg. Aber sogar an diesem „normalen“ Mittwochmittag begegnen die Königsteiner Tauniden auf ihrem „Kontrollgang“ immer wieder einigen Spaziergängern und Bikern, die nicht nur das schöne, herbstliche Wetter, sondern vor allem auch die aussichtsreiche Streckenführung zu schätzen wissen.

Die ist aber auch etwas ganz Besonderes: Hildablick, Plattform am früheren „Schwarzen Häuschen“ oder Viktoria-Tempel – jeder der drei Aussichtspunkte entlang der Wegstrecke bietet einen außergewöhnlichen Blick auf eine der drei Burgen.

Dass da sogar die Königsteiner Tauniden etwas länger Pause machen, um den Ausblick zu genießen, spricht für den Weg und erklärt, warum Hedwig Groß und ihre Mitwanderer demnächst noch eine zweite Markierungsrunde drehen müssen. Groß: „Wir sind dann doch nicht mehr ganz fertig geworden, müssen noch den Abschnitt von Kronberg nach Königstein kontrollieren. Aber das ist kein Problem, das läuft uns nicht weg.“

Taunuszeitung vom 14. Januar 2015

Neujahrswanderung 2015

Taunusklub Usingen und Grävenwiesbach unterwegs (Foto: Saltenberger)
Taunusklub Niederreifenberg im Turm (Foto: Saltenberger)

Usinger Land.

Der Taunusklub wurde als Stammverein im Januar 1868 in Frankfurt gegründet und sein Wanderheim ist heute noch der Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg. Es ist daher sicher kein Zufall, dass die Tauniden, wie die Wanderfreunde in den vielen Ortsvereinen auch genannt werden, ihr Wanderjahr mit einem Sternmarsch zum Taunusgipfel beginnen. Ein Wochenende reicht dazu schon gar nicht mehr aus, denn der Platz im Turm ist begrenzt. „Einige waren schon am letzten Sonntag hier“, sagte Hedwig Groß, Pressesprecherin des Gesamtvereins aus den Reihen der Königsteiner Wanderfreude. Haupttermin für den Sternmarsch 2015 war aber der vergangene Sonntag.

Aus zahlreichen der 26 Zweigvereinen steuerte man den Turm auf dem Plateau an und da nicht jeder Vereinsort so nahe gelegen ist wie der Niederreifenberger, kombinieren die weiter entfernt gelegenen Ortsvereine den Anmarsch mit eigenen Autos oder stiegen auf Bus und Bahn um. So fuhren die Bad Sodener beispielsweise mit dem Bus nach Königstein und starteten hier ihre Tour, die Königsteiner fuhren ganz hinauf, wanderten aber zurück, die Usinger nahmen zuerst das Auto und legten dann 15 Kilometer zu Fuß zurück. Aber nicht alleine – mit ihren Gästen vom Taunusklub Grävenwiesbach ging es zum Parkplatz „Rotes Kreuz“, wo der Aufstieg über den Grünen-Punkt-Weg zum Kleinen Feldberg begann. Dieser wurde von den 18 Tauniden auf dem Höhenwege und am Zaun entlang komplett umrundet. Anschließend ging es über den Parkplatz Windeck auf dem Fuchsweg steil bergauf zum Großen Feldberg.

Die Reifenberger wanderten nach dem Start an der Alten Schule in Niederreifenberg den direkten Weg – und waren „ruckzuck“ oben. Sie nahmen zuletzt die steile Steintreppe, die ihre Vorgänger 1902 errichteten und die zu dem nach der Kriegszerstörung in der heutigen Form aufgebauten Turm hinaufführt – bis in die Räume mit Panoramaaussicht, verteilt auf zwei Etagen. Der Lohn für den Aufstieg war aber nicht nur der Blick von oben, sondern die traditionelle Erbsensuppe die es dort stets für alle Wanderer aus den Zweigvereinen gibt.

Die einen kamen später, die anderen brachen früher auf, im Durchschnitt hatten die Vereine vier bis fünf Stunden Wanderzeit für den Jahresbeginn eingeplant – mit Strecken zwischen 13 und 18 Kilometern bergauf oder bergab. Infos zu den nächsten Terminen gibt es im Internet unter ww.taunusklub.de .

Usinger Anzeiger vom 22. Oktober 2013

Der Usinger Anzeiger berichtet am 22. Oktober 2013 zur Mahnmalfeier vom 20.10.2013:

Taunuszeitung vom 22.10.2013

Gemeinsam an vergangene Zeiten erinnern

Zeit der Besinnung: Heitere und traurige Bilder bestimmen die Erinnerung an die treuen Wanderkameraden. Foto: Saltenberger

Von Frank Saltenberger

Besinnung und Gedanken über Trauer, Tod und das wertvollste Geschenk: Der Taunusklub gedachte im bunten Herbstwald seiner verstorbenen Wanderfreunde.

Schmitten.

„Treu der Heimat bis in den Tod“ – so steht es eingeschnitzt auf dem Kreuz am Stockborn, jener Gedenkstätte am Fuße des Großen Feldbergs, an dem sich jährlich die Mitglieder der Taunusklubs treffen, um ihrer verstorben Wanderkameraden zu gedenken.

Das Wandern in der Natur und die Liebe zum Taunus vereint die Tauniden seit Generationen, und jede hält die Erinnerung an die Vorangegangenen wach. „Auch heitere Bilder finden ihren Weg zu Dir zurück“, hieß es in einem Gedicht von Theodor Fontane, das der Vorsitzende des Taunusklub-Gesamtvereins, Bertram Huke, zitierte. Es mögen Bilder von frohen Wandertagen sein, die sich gerade am Stockborn einstellen, wo die Besinnung der Teilnehmer förmlich greifbar ist. Viele sind schon etwas früher da, sind vom Heimatort oder das letzte Stück der Strecke von einem umliegenden Treffpunkt gewandert. Auf Baumstümpfen lassen sich viele nieder und warten, bis der Posaunenchor des Musikzuges aus Neu-Anspach das erste Stück anstimmt. Zeit genug, um den Gedanken an vergangene Tage Lauf zu lassen.

Auch Trauer kehrt mit den heiteren Bildern zurück, und schmerzliche Gefühle stellen sich ein, je jünger der Verlust des Partners oder des Freundes zurückliegt. 45 Namen verlas Huke, sie haben die Welt in den zurückliegenden Monaten verlassen.

Nach dem gemeinsam gesungenen Choral „Geborgen in Gottes Liebe“ ergriff Prädikantin Irene Schulz das Wort. „In der Trauer sind wir zerbrechlich geworden“, sagte sie und widmete den Hinterbliebenen ihre Gedanken. „Ein Trauernder wird von der Umwelt anders wahrgenommen“, sagte sie, Trauer brauche ihre Zeit, und jeder trauere auf seine ganz persönliche Art. Trost von außen sei dabei nötig und angesagt. „Menschen helfen, die Trauer zu überwinden, sollte ein Anliegen unseres Miteinanders sein“, so Schulz in ihrer Predigt weiter.

Sich der eigenen Vergänglichkeit bewusst zu werden, war der zweite Gedanke, dem sie nachging: „Wer fragt schon nach dem Danach?“, fragte sie und zog eine Parallele zum zu Ende gehenden Jahr. „Das kann doch nicht alles gewesen sein“, stelle man beim Rückblick oft fest. Und gerade im kommenden November mit seinen Gedenktagen treibe die Frage nach dem Woher und dem Wohin die Herzen um. Ein zu Ende gehendes Jahr sei auch eine Möglichkeit, neue Schwerpunkte zu setzen, um die Zeit auf Erden zu nutzen. Denn „das Wertvollste, was uns geschenkt ist, ist die Zeit“, so die Prädikantin.

Wie die Natur sich auf eine Erneuerung vorbereitet, ist am bunten Laub des umgebenden Waldes besonders schön abzulesen. Auch das trägt zu der besonderen Gedenkfeier-Atmosphäre am Stockborn stets bei, die mit dem Stück „Ich hatte einen Kameraden“ zu Ende ging.

Taunuszeitung schreibt am 26.7.2013

Wandern an Saar und Mosel

Tauniden an den Ufern von Mosel und Saar

Wandern an Saar und Mosel – das klingt nach purem Vergnügen für Leib und Sohle. Entsprechend angetan waren die Mitglieder des Taunusklubs Königstein von ihrer Wanderwoche im Dreiländereck, in dem

Königstein.

Wandern an Saar und Mosel – das klingt nach purem Vergnügen für Leib und Sohle. Entsprechend angetan waren die Mitglieder des Taunusklubs Königstein von ihrer Wanderwoche im Dreiländereck, in dem Deutschland, Frankreich und Luxemburg aneinandergrenzen.

Auf Premium-Wanderwegen und bei Weinlagenwanderung ging es durch die tief ausgewaschenen Täler von Saar und Mosel wie auch deren Seitentäler. Mit Längen von 13 bis 16 Kilometern und einigen knackigen Steigungen waren die Wege gleichermaßen reich an schönen Ausblicken wie sportlich herausfordernd.

Für alle Teilnehmer ein ganz besonderes Schmankerl war der Rundweg über den Aussichtspunkt der Cloef bei Orscholz mit dem berühmten Panoramablick auf die Saarschleife. Auch der Panoramaweg auf der deutsch-französischen Grenze bei Perl hielt das, was sich die Wanderer von ihm versprochen hatten.

Dass die Tauniden auf kulturhistorisch mehr als interessantem Grund unterwegs waren, unterstrich eine Führung durch die rekonstruierte Römische Villa Borg, die interessante Einblicke in das Landleben und den hohen Lebensstandard auf einem römischen Landgut kurz nach der Zeitenwende gewährte.

Vor dem Hintergrund der 700-Jahr-Feierlichkeiten in der Heimat war für die Königsteiner der Besuch der Grablege von König Johann von Böhmen von besonderer Bedeutung. Immerhin war er es, der 1313 die Urkunde zur Stadterhebung Königsteins unterschrieben hatte.

Ein Akt, der Johann von Böhmen einen Platz in den Geschichtsbüchern der Kurstadt gesichert hat. Weniger geschichtsträchtig denn eher unwürdig, das durften die Tauniden bei ihrem Besuch erfahren, war die Art der Aufbewahrung, die man den Gebeinen des Königs nach der französischen Revolution angedeihen ließ. Die Industriellenfamilie Bloch hatte sie in einer Mansarde in Mettlach aufbewahrt, um sie 1833 dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm zu übergeben.

Der ließ vom damaligen Star-Architekten Karl-Friedrich Schinkel die Grablege oberhalb der Saar errichten, wo König Johann allerdings auch nur seine vorletzte Ruhe fand. 1945 wurde er dort nämlich exhumiert und in die Krypta der Kathedrale von Luxemburg verbracht.

Artikel vom 26.07.2013, 03:00 Uhr (letzte Änderung 26.07.2013, 03:32 Uhr)

Nassauische Neue Presse schreibt am 19.6.2013

Dieter Müller leitet TK Limburg seit 56 Jahren

Die Taunuszeitung schreibt am 21.5.2013

3-Burgen-Weg als Bindeglied

Am 22. Juni wird um 9.30 Uhr auf der Burg Königstein ein neuer Wanderweg, der „3-Burgen-Weg“, mit einer geführten Wanderung eröffnet.

Am 22. Juni wird um 9.30 Uhr auf der Burg Königstein ein neuer Wanderweg, der „3-Burgen-Weg“, mit einer geführten Wanderung eröffnet. Die Entstehungsgeschichte dieses Weges ist ein schönes Beispiel für nachbarschaftliche Zusammenarbeit zwischen Vereinen aus den Nachbarstädten Königstein und Kronberg, wobei in Königstein auch dem Ortsteil Falkenstein besondere Bedeutung zukommt.

Mit an Bord sind die Burgvereine aus Königstein und Kronberg, der Heimatverein Falkenstein sowie der Taunusklub Königstein und Kronberg. Anlässlich des Jubiläumsjahrs zu 700 Jahren Stadtrechteverleihung an Königstein kam die Idee einer 3-Burgen-Wanderung von der Burgruine Königstein über die Burgruine Falkenstein zur Burg Kronberg zu veranstalten. Geplant ist eine geführte Rundwanderung, die in Königstein beginnt und dort auch wieder endet. Bei allen drei Burgen werden Sachkundige kurze Erläuterungen zu den jeweiligen Bauwerken und deren Geschichte geben. Es werden Stärkungen und Erfrischungen gereicht.

Die Vertreter des Taunusklubs brachten den Vorschlag ein, aus dem einmaligen Ereignis eine Dauereinrichtung zu machen, indem der für die Wanderung ausgesuchte Weg als „3-Burgen-Weg“ zu einem neuen, dauerhaften, markierten Wanderweg gekürt wird. Der Taunusklub Königstein wird künftig auch den Weg und die Markierungen betreuen. Der Weg hat eine Länge von insgesamt etwa elf Kilometern, wobei circa 110 Höhenmeter zu überwinden sind und in drei bis vier Stunden reiner Gehzeit bequem zu bewältigen ist.

Am Samstag, 22. Juni, dem Tag der Eröffnung des neuen Weges, ist die Burg Königstein von 9 Uhr an geöffnet. Das Königsteiner Burgfräulein wird die Gäste empfangen. Wer an dieser Eröffnungswanderung teilnehmen will, wird gebeten, sich bis zum 17. Juni bei Martha Ried, Telefon (06173) 7031210, oder per E-Mail unter M.Ried@kronberg.de anzumelden. Die Kosten für die Teilnahme betragen 9 Euro. Der Beitrag schließt die Eintrittskosten für die drei Burgen, die Stärkungen und Erfrischungen an den verschiedenen Stellen sowie das Mittagessen in der Burg Kronberg ein.

(tz)

Die Taunus-Zeitung schreibt am 3. Juli 2012

Vandalen am Ehrenmal

Usinger Anzeiger vom 20.6.2012 zum Taunus-Wandertag

Taunus-Wander-Tag 2012

Der Usinger Anzeiger hat am 20.6.2012 folgenden Artikel zum Taunus-Wandertag veröffentlicht:

Taunus-Zeitung vom 19.6.2012 zum Taunus-Wandertag

Wimpel für das Wandervolk

Die Taunus-Zeitung schreibt am 19.6.2012 unter dem Titel: Wimpel für das Wandervolk

Usinger Anzeiger vom 4. Juni 2012

Eröffnungswanderung des Qualitäts-Wanderweges “Limes-Erlebnis-Pfad” vom 2. Juni 2012

Der Usinger Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 4. Juni 2012 über die Eröffnungswanderung des Qualitäts-Wanderweges “Limes-Erlebnis-Pfad” vom 2. Juni 2012

Taunus-Zeitung vom 4. Juni 2012

Eröffnungswanderung auf dem zertifizierten Qualitäts-Wanderweg Limes-Erlebnis-Pfad

Die Taunus-Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 4. Juni 2012 über die Eröffnungswanderung auf dem zertifizierten Qualitäts-Wanderweg Limes-Erlebnis-Pfad.

Pressemitteilung DeutscherWanderverband

2012: Fortbildungen „Zertifizierte Gesundheitswanderführer nach DWV“

Die ersten Ausbildungstermine zum „zertifizierten Gesundheitswanderführer nach Deutschem Wanderverband (DWV)“ in 2012 sind online. Die Präventions-anerkennung des zertifizierten Gesundheitswanderns schreitet voran.

Der Aufenthalt in naturnahen Landschaften spielt eine wesentliche Rolle bei der positiven Auswirkung des Gesundheitswanderns auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Deshalb liegen alle Schulungsorte der Fortbildung zum „zertifizierten Gesundheitswanderführer nach DWV“ in ausgesprochen schönen Wandergebieten, z.B. in den Rheinauen (Rust), dem Heckengäu (Weil der Stadt), dem Rheinisches Schiefergebirge (Arnsberg) und dem Thüringer Wald (Bad Blankenburg).

Damit setzen wir die gelungene Kooperation mit den Heimat- und Wanderakademien im Deutschen Wanderverband fort“, freut sich Ute Dicks, Geschäftsführerin des DWV.

Wichtig ist die fachkundige Ausbildung der zertifizierten Gesundheitswanderführer: Die Teilnehmer der Fortbildung lernen an den beiden Kurswochenenden, wie man Menschen, die sich eher wenig bewegen, sicher durch das Gelände führt. Zum Ausbildungsprogramm gehören ausgewählte Übungen aus der Physiotherapie zur Verbesserung der Bewegungsverhältnisse, von Kraft, Ausdauer und Entspannung. Das Fortbildungsprogramm wurde in Kooperation mit der FH Osnabrück entwickelt und erfüllt die Anforderung an Gesundheitssport.

Laut AOK PLUS (Sachsen und Thüringen) erfüllt zertifiziertes Gesundheitswandern nach Deutschem Wanderverband außerdem die Anforderungen des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Präventionsprinzip „Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“, wenn es von zertifizierten Gesundheitswanderführern mit bewegungstherapeutischer Berufsausbildung angeboten wird. „Wir sind von der gesundheitsfördernden Wirkung des Gesundheitswanderns überzeugt und optimistisch, dass weitere Kassen diesem Beispiel folgen werden“, so Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes. „2012 werden wir eine wissenschaftliche Wirksamkeitsanalyse des Gesundheitswanderns durchführen“.

Die ersten Termine für Ausbildungen zum „zertifizierten Gesundheitswanderführer nach DWV“ sind online unter www.gesundheitswanderfuehrer.de. Dort gibt es auch weitere Informationen zu Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsinhalten und Kosten.

Zertifiziertes Gesundheitswandern nach DWV“ ist Teil der Bewegungsinitiative des Deutschen Wanderverbandes „Let´s go – jeder Schritt hält fit“ und darüber Modellprojekt von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“.

Deutscher Wanderverband
Wilhelmshöher Allee 157-159
34121 Kassel
Telefon 05 61 / 9 38 73-0
Telefax 05 61 / 9 38 73-10
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www.wanderverband.de
www.wanderbares-deutschland.de
www.gesundheitswanderfuehrer.de

Spiegel der Geschichte. Der weite geistige Weg vom Uhland-Turm zum römischen Wachtturm auf dem Herzberg

100 Jahre Herzbergturm

Der alte Herzbergturm
Herzbergturm im neuen Glanz

Der Turm auf dem Homburger Hausberg, dem Herzberg feiert 100. Geburtstag. Die Stadt, der Homburger Taunusklub und der Berggasthof Herzberg luden zu einer zünftigen Feier ein.

Von Alexander Wächtershäuser

Bad Homburg. Drei Kilometer sind es von der Saalburg zum Herzberg. Nicht mehr als ein Spaziergang, zumal die Strecke nur gemäßigt ansteigt. Am gestrigen Sonntag herrschte auf dem Weg vom Saalburgkastell zum Homburger Hausberg Betrieb wie auf einer belebten Einkaufsstraße. Viele Hundert Besucher wollten das große Fest zum 100. Jahrestag der Einweihung des Herzbergturmes hautnah miterleben. Und wer sich die kurze Wanderung nicht mehr zutraute oder keine Lust dazu hatte, für den hatten die die Veranstalter eigens einen Shuttle-Service eingerichtet.

Oben am Herzberg angelangt, konnte der Besucher, wenn er sich nur auf den Turm fokussierte und die Bierzeltgarnituren und das Restaurant ausblendete, tatsächlich in die Zeit von vor 100 Jahren eintauchen. Kulturdezernentin Beate Fleige (BLB) trug ein Kostüm der wilhelminischen Epoche gekleidet und grüßte vom Turmabsatz. Die Ober-Erlenbacher Jagdhornbläser eröffneten wenig später mit feierlichen Fanfaren die Festveranstaltung. Eine Szenerie, wie sie auch ganz ähnlich vor 100 Jahren gewesen sein muss.

Nachdem der Vorsitzende des Homburger Taunusklubs, Jürgen Trenkler, die Gäste begrüßt hatte, hielt Gregor Maier, nicht nur jüngstes Mitglied des Homburger Taunusklubs und Kulturwart des Taunusklub-Gesamtvereins, sondern auch Fachbereichsleiter Kultur des Hochtaunuskreises, die Festansprache. Darin verdeutlichte er die enge Verbindung zwischen Turm und Taunusklub. Denn erst durch die Idee zum Turmbau wurde der Homburger Verein gegründet, der heute noch alle 14 Tage Wanderungen unternimmt. Maier betonte die “geistige Wandlung”, die das Bauwerk während seiner langjährigen Planungsphase durchlief. Denn zunächst war als Vorbild für den Turmbau ein Projekt angedacht, das sich wenige Jahre zuvor auf dem Altkönig zerschlagen hatte: einen Uhland-Turm. Dann schlug Louis Jacobi vor, einen Bismackturm zu errichten, der an den “eisernen Kanzler” erinnern sollte, was aber am Widerstand des Kaisers scheiterte, der seinerseits die Idee eines römischen Wachtturmes ins Spiel brachte. Der geistige Weg von dem Paulskirchen-Abgeordneten und Dichter Ludwig Uhland zu dem konservativen Bismarck sei enorm gewesen. “Das ist ein Gegensatz, wie er kaum größer sein könnte”, so Maier. Dieser Wandel sei auch ein Zeichen, wie sich das gesellschaftliche Denken im Laufe der Planungszeit verändert habe.

Dass Wilhelm II. schließlich für einen römischen Wachtturm auf dem Herzberg votierte, passt in dieses Bild des geistigen Wandels. Denn schließlich war der Wiederaufbau der Saalburg im Selbstverständnis Wilhelms II. die Dokumentation seiner Rechtsnachfolge der römischen Kaiser. Daher könne man den Herzbergturm durchaus als einen Teil des Archäologischen Parks Saalburg begreifen, so Maier.

Im Herzbergturm selbst präsentierte das Stadtarchiv gestern eine Ausstellung mit Plänen zur Baugeschichte des Turms. Die AG Orion, die im Turm ein Zimmer nutzen kann, hatte auf der Empore ein Teleskop ausgebaut, mit dem man den Blick über die Rhein-Main-Ebene schweifen lassen konnte. Der Blick in den Himmel war wegen der Wolken jedoch nicht möglich.

Übrigens: Es fehlten ? zumindest gestern Vormittag ? Abordnungen von anderen Wandervereinen. Rund 30 Personen waren hingegen am Morgen unter der Führung von Stadtarchiv-Mitarbeiter Andreas Mengel auf den Homburger Hausberg gewandert. Angesichts der gelungenen Feier am Gipfel eine lohnende Anstrengung.

Weitwanderung von Freiburg nach Melle/Osnabrück

Er ist seit 111 Jahren Tradition: Der Deutsche Wandertag

Er ist seit 111 Jahren Tradition: Der Deutsche Wandertag. Jährlich treffen sich bis zu 40.000 Wanderer aus ganz Deutschland ? und darüber hinaus -, jeweils eingeladen vom Deutschen Wanderverband und einem ihm angehörenden Gebiets-Wanderverband. 2010 fand dieser Wandertag in Freiburg statt, und der Schwarzwaldverein war Gastgeber. 2011 treffen sich die Wanderer in Melle im Osnabrücker Land, wo der Wiehengebirgsverband Weser-Ems beheimatet ist und für die Tage vom 8. Bis 15. August eingeladen hat. Zur Tradition der Wandertage gehört es auch, dass ein besonderer Wandertagswimpel von der einen Stadt zur nächsten getragen wird, natürlich zu Fuß. Je nach Lage der Städte können das mitunter eine Menge an Kilometern sein, wie z.B. in diesem Jahr. 820 km ist die Gruppe des Schwarzwaldvereins von Freiburg nach Melle unterwegs. Dabei durchwandern die Schwarzwälder den Odenwald, den Taunus, den Westerwald, das Waldecker Land, das Sauerland, das Eggegebirge und den Teuteburger Wald, ehe sie im Wiehengebirge ankommen. Und die Wandervereine dieser Gebiete heißen sie willkommen und begleiten sie streckenweise. So auch zur Zeit im Taunus.

Für eine Woche wohnen die Weitwanderer in Eppstein und wurden gleich am ersten Tag von Mitgliedern des Taunusklub-Vorstandes begrüßt. Mittlerweile haben die sieben Wanderer den Odenwald hinter sich gelassen und wandern durch den Taunus, und Mitglieder des Taunusklubs begleiten sie. Die Tagesstrecken betragen im Schnitt 25 km, und abends holt sie der Kleinbus zurück nach Eppstein. Täglich werden Berichte verfasst und das Wandertagebuch in den Laptop eingegeben. So entsteht ein spannender Reisebericht, denn der Kontakt zu Land und Leuten, Landschaften und Sehenswürdigkeiten, denen sie begegnen, ist ebenso wichtig wie die sorgfältige Überbringung des Wimpels.

Am Samstag, 23.7., führt die Wanderung von Eppstein nach Riedelbach und am Sonntag von dort nach Freienfels im Weiltal. Am Montag verlassen die Wanderer dann den Taunus wieder, um für zwei Tagen in Richtung Dillenburg durch den Westerwald zu laufen.

Die sieben Schwarzwälder sind zuversichtlich, am 11. August pünktlich in Melle anzukommen.

22. Juli 2011

100 Jahre Taunusklub Frankfurt-Nied e.V

Der Taunusklub Frankfurt-Nied begeht in diesem Jahre sein 100-jähriges Bestehen

Große Ereignisse kündigen sich an. Der Taunusklub Frankfurt-Nied begeht in diesem Jahre sein 100-jähriges Bestehen.

Das Höchster Kreisblatt hat in der Ausgabe vom 24. Juni 2011 folgenden Artikel veröffentlicht:

Wanderatlas präsentiert den Schinderhannespfad im Taunus als GPS-Wanderung

Schinderhannespfad wird eröffnet

(Oberursel, 17. Juni 2011). Nicht nur zum Hessentag ist Oberursel eine Reise wert. Auf dem Schinderhannespfad, einem 180km langen Rundweg durch den Hochtaunus, kann man ganzjährig die Schönheiten der Hohen Mark und des Feldberg-Gebiets, des Weiltals und des Usinger Lands, des Homburger Vortaunus und der Lahn erkunden. Der Wanderatlas Deutschland stellt ab Samstag (18. Juni) den großen Wanderweg durch den Taunus in zehn Tagesetappen als GPS-Tour des Monats unter www.ich-geh-wandern.de vor.

1981 ursprünglich als Rucksackwanderweg durch den Hochtaunus eingerichtet, wurde in den letzten Jahren die Wegführung erweitert und durchgängig neu beschildert. „Schirmherr“ des so aufgefrischten Wanderwegs durch den Hochtaunus wurde der Schinderhannes. Er wurde im Taunus geboren, zog dann aber schon als Kind in den Hunsrück, wo er auch seine Verbrechen beging. Gefasst aber wurde er wieder im Taunus. Grund genug, den bekannten Namen für den größten Hochtaunus-Wanderweg zu nutzen, dessen Beschilderung nun mit dem Porträt des bürgerlich Johannes Bückler heißenden Schinderhannes markiert ist.

Wie üblich stellt der Wanderatlas Fernwanderungen in mehreren Etappen vor. Die Hauptübersicht für den Schinderhannespfad wird am Samstag, den 18. Juni, unter www.ich-geh-wandern.de veröffentlicht. Dann folgen bis einschließlich Dienstag, den 28. Juni täglich die einzelnen Etappen. Der gesamte Weg wie auch jede Etappe lassen sich dabei kostenfrei als GPS-Track auf mobile Navigationsgeräte wie z.B. Smartphones herunterladen.

Startpunkt für den Schinderhannespfad ist die Goethestadt Wetzlar, wo der junge Dichter das erste Stück Popkultur der Welt verfasste: Die Leiden des jungen Werthers. Von Wetzlar führt der Weitwanderweg durchs Hüttenberger Land an den Rand der Wetterau. Ab Langenhain-Ziegenberg folgt der Weg dann den Spuren des Limes, der seit 2005 als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist, und erreicht das unter Kaiser Wilhelm II. wieder aufgebaute Römerkastell Saalburg.

Von hier geht es weiter durch den Bad Homburger Hirschgarten in die Hohe Mark und weiter nach Kronberg. Die Südschleife des Schinderhannespfads führt dann über Bad Soden und Eppstein zurück auf den Taunushauptkamm, der über das Rote Kreuz passiert wird. Dann leitet der Schinderhannespfad den Wanderer durch das Weiltal hinab zur Lahn. Über Weilburg, die Kubacher Kristallhöhle und Braunfels im Solmser Land geht es dann wieder retour nach Wetzlar.

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Fax 030 7500 8403
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Wanderbares Deutschland 2011

Jahresmagazin 2011

Das Jahresmagazin „Wanderbares Deutschland“ 2011 ist erschienen, mit den schönsten Zielen für Genusswanderer.

Lag bei der Premiere im vergangenen Jahr der Fokus des Redaktionsteams auf der Neugestaltung des Magazins, ging es diesmal um die Vielfalt des Wanderns als Erlebnis. Entstanden ist ein 172 Seiten starkes Heft mit den Klassikern der Qualitätswege, mit neuen, frisch zertifizierten Strecken und Rundkursen. Die erfreuliche Überraschung war, wie lebendig und fantasievoll sich das Wandern in Deutschland weiterentwickelt. Faszinierende Konzepte, aufwändige Inszenierungen vom Kneipp-Areal bis zum Baumwipfelpfad und jede Menge Engagement seitens der Tourismusverbände sowie zahlloser ehrenamtlicher Helfer haben dazu geführt, dass viele der insgesamt 7500 Kilometer langen Qualitätswege zu intensiven Erlebnisparcours geworden sind – mit inzwischen über 1300 Qualitätsgastgebern in ihrem Einzugsgebiet!

Wege als Präsentationsräume für Natur und Kultur, für Geschichte und regionale Entwicklung – behutsam in die Landschaft eingebettet, hinterlegt mit modernster Informationstechnologie per Internet und Mobilfunk: so sieht 2011 modernes Wandern aus.

Gezielt haben Redaktion und Reisejournalisten vor Ort diesen Angeboten nachgespürt und gemeinsam ein „Wanderbares Deutschland“ für aktive Naturgenießer entdeckt in bislang nie dagewesener Servicequalität. Treibende Kraft ist der Deutsche Wanderverband, der durch Partnerschaften mit Krankenkassen und die Ausbildung von Gesundheitswanderführern starke Anreize in allen Generationen freigesetzt hat. Darüber und wie profitabel sich die Zertifizierungen für regionale Entwicklungen auswirken, berichten einige Beiträge mit topaktuellen Hintergrundinformationen.

Ein bewegender Essay des Schriftstellers Ulrich Grober über „Magische Momente“, spannende Interviews und detailreiche Erläuterungen zur richtigen Ausrüstung komplettieren den

inhaltlichen Rahmen für die eigentlichen Hauptdarsteller des Magazins: Deutschlands schönste Ziele für Genusswanderer.

Der Taunusklub ist noch immer darum bemüht und damit beschäftigt, den Limes-Erlebnispfad nach den Kriterien des Wanderverbandes zu zertifizieren, um sich den vielen Gebietsvereinen mit „wanderbaren“ Wegen anzuschließen.

Bestelladresse: Das Jahresmagazin WANDERBARES Deutschland 2011 ist für 5,90 Euro bundesweit im Bahnhofsbuchhandel erhältlich, im Einzelvertrieb zzgl. 2,90 Euro Versandkosten beim

Deutschen Wanderverband, Wilhelmshöher Allee 157-159 34121 Kassel
Telefon 05 61 / 9 38 73 -0 / Telefax 05 61 / 9 38 73 -10
E-Mail: info@wanderverband.de oder unter www.wanderbaresdeutschland.de.

Eine druckfähige Abbildung des Titelbildes wird auf Wunsch per E-Mail geschickt.

Pressekontakt beim Deutschen Wanderverband:
Christine Merkel, Tel. (05 61) 9 38 73-18
E-Mail: c.merkel@wanderverband.de

Deutscher Wanderverband informiert den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages

Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages

Im Mittelpunkt stand die vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte, erste nationale „Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern“ und ein Dialog zur Chance des Wandertourismus im ländlichen Raum “Der Wandertourismus ist eine Chance für den Deutschlandtourismus und ein wichtiger Faktor für die Entwicklung ländlicher Räume”, resümierte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, MdB. Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes und ihr Stellvertreter, Erik Neumeyer, hatten zuvor in einer Sitzung des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages am 6. April, unter der Leitung des Vorsitzenden Klaus Brähmig, MdB, die „Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern“ präsentiert sowie die vielseitige Arbeit des Deutschen Wanderverbandes vorgestellt.

Vertreter aller Fraktionen im Bundestag begrüßten die Studie. Sie zeige, dass der Wandertourismus eine Chance für den Deutschlandtourismus darstelle, besonders für die Entwicklung ländlicher Räume. Die Qualitätsinitiative „Wanderbares Deutschland“, bei der seit zehn Jahren Qualitätswanderwege und Qualitätsgastgeber zertifiziert werden, wurde ebenfalls positiv aufgenommen, denn in funktionierenden Wanderwegenetzen mit regional abgestimmten Konzepten sahen die Mitglieder des Tourismusausschusses eine zukunftsweisende Basis für die erfolgreiche Entwicklung des Wandertourismus in Deutschland.

Die Anwesenden würdigten die ehrenamtliche Leistung der Vereinsaktiven in den Gebirgs- und Wandervereinen in Deutschland. Burgbacher bezeugte “höchsten Respekt vor der Leistung der Aktiven unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes“ und bedankte sich für das hohe gesellschaftliche Engagement der Gebirgs- und Wandervereine, welches allen Bevölkerungsgruppen und den Wanderurlaubern zu Gute käme.

Angeregt diskutiert wurden die vom Deutschen Wanderverband bearbeiteten Felder „Schulwandern“ und „Wandern und Gesundheit“. Ebenfalls im Zentrum des Interesses standen Fragen zur Barrierefreiheit und Erreichbarkeit von Wanderwegen.

Ute Dicks dankte den Mitgliedern des Tourismusausschusses, die sich im Vorfeld der Studie für ihre Durchführung ausgesprochen und engagiert haben. Der Tourismusausschuss habe schon frühzeitig erkannt, dass es einer bundesweiten Studie bedarf, um das enorme Potential der Wanderer transparent zu machen.

Die Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern kann unter www.wanderverband.de und unter www.bmwi.de heruntergeladen werden.

Pressekontakt:
Deutscher Wanderverband
Ute Dicks und Erik Neumeyer
Tel. (05 61) 9 38 73-0
E-Mail: u.dicks@wanderverband.de und e.neumeyer@wanderverband.de
Pressemeldung 16
Deutscher Wanderverband im Tourismusausschuss
Kassel, 11.4.2011

Deutscher Wanderverband
Wilhelmshöher Allee 157-159
34121 Kassel
Telefon 05 61 / 9 38 73 -0
Telefax 05 61 / 9 38 73 -10
info@wanderverband.de
www.wanderverband.de
www.wanderbares-deutschland.de

Taunus-Zeitung vom 23.3.2011

Tauniden kritisieren Hessenpark

Ausstellung des Taunusklubs nicht ausreichend ausgeschildert – Verein leidet unter Mitgliederverlust

Bei der Mitgliederversammlung des Taunusklub-Gesamtvereins kamen der Mitgliederrückgang und die unterschiedlichen Aktivitäten zur Sprache. Und es wurde Unzufriedenheit über den Hessenpark geäußert, wo sich der Klub im Taunushaus präsentiert.

Von Frank Saltenberger

Arnoldshain. «Weiterhin für unsere Heimat so einsetzen, wie es August Ravenstein 1868 begonnen hat», gab der Vorsitzende des Taunusklub-Gesamtvereins, Bertram Huke, als Parole anlässlich der Mitgliederversammlung am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus Arnoldshain aus. Allerdings war er selbst verhindert und ließ seinen Stellvertreter Dr. Michael Schmidt den Bericht verlesen.

Im Gesamtverein sind 26 Teilvereine mit rund 3000 Mitgliedern organisiert, die auf der Jahreshauptversammlung durch Delegierte vertreten sind. Von einem Mitgliederstand von 4100 im Jahre 1998 sei die Zahl auf 2900 gesunken. «Tendenz weiter sinkend», sagte der Vorsitzende.

Viele Wanderungen habe der Gesamtverein im vergangenen Jahr organisiert, hieß es im Bericht, und der vom Usinger Taunusklub veranstaltete Taunuswandertag sei ein «tolles Erlebnis» gewesen. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen des Gesamtvereins gehört auch die jährliche Gedenkveranstaltung zu Ehren der verstorbenen Wanderfreunde am Stockborn unterhalb des Großen Feldbergs. Der Ort der Stille soll in diesem Jahr verschönert werden.

Vereinsmitglieder hätten wieder über 2000 Kilometer Wanderwege betreut, und mit dem neuen Taunus-Info-Zentrums, das noch vor dem Hessentag in Oberursel eröffnet wird, nannte der Bericht einen weiteren wichtigen Anlaufpunkt für alle Taunusfreunde.

Der Taunusklub selbst wird im Taunushaus im Hessenpark präsentiert, wo eine Ausstellungsabteilung von Mitgliedern betreut wird. Bei der anschließenden Aussprache kam es in der Versammlung aber zur Kritik am Hessenpark, der, so einige der Ausstellungsbetreuer, den Taunusklub beziehungsweise die Abteilung nicht angemessen präsentiere. Zum einen sei das Haus in einem abgelegenen Teil des Freilichtmuseums, wo nicht genügend Besucher hinkämen, zum andern sei die Ausstellung auf Schildern nicht im gleichen Maße präsent wie die Glasausstellung in der gleichen Gebäudegruppe. Zudem solle eine Raucherecke am Taunushaus eingerichtet werden, was von den Wortführern nicht gutgeheißen wird.

Auf der Tagesordnung der Versammlung standen außer dem Tätigkeitsbericht des Vorstands die Berichte des Kassenwarts und der Kassenprüfung, während andere Tätigkeitsberichte den Zweigvereinen schriftlich vorgelegt werden. Diese Verfahrensweise wurde von einem Mitglied infrage gestellt, aber von anderen mit Verweis auf die damals wohlbegründete Einführung derselben zurückgewiesen.

Die Versammlung bestätigte Gregor Maier als Kulturwart, der dieses Amt schon seit einiger Zeit kommissarisch ausfüllte, und legte einige Tagungsorte und Ausrichter der Taunuswandertage fest.

Der Gastgeber der Jahresversammlung in Arnoldshain war der Taunusklub Schmitten um den Vorsitzenden Friedrich Spahr.

Höchste Qualitäts-Auszeichnung im Wandertourismus

Reisemesse CMT in Stuttgart

Sieben neue Wanderwege erhielten auf der Reisemesse CMT in Stuttgart Mitte Januar 2011 die begehrte Auszeichnung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Acht „Qualitätswege“ wurden nachzertifiziert. Die Qualitätsurkunden werden von Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, überreicht.

Die neuen Qualitätswanderwege befinden sich im Thüringer Wald, an der Lahn und im Renchtal in Baden-Württemberg. Erneuert wurde das Zertifikat u.a. für den Donauberglandweg und den Kyffhäuserweg.

Der Taunusklub hofft, noch in 2011 die Arbeiten an der Zertifizierung des „Limeserlebnispfades“ zu beenden, der als erster Wanderweg im Taunus die Qualitätsauszeichnung erhalten soll. In ganz Deutschland sind zurzeit 65 Wanderwege als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet.

4.2.2011 tk/gs/2

Über 1.000 Deutsche Wanderabzeichen im 1. Jahr

Deutsches Wanderabzeichen 2010

Das Deutsche Wanderabzeichen startete 2010 mit großem Erfolg. Die Bewegungsinitiative „Let´s go – jeder Schritt hält fit“ des Deutschen Wanderverbandes übertraf im Jahr 2010 alle Erwartungen und startet aktiv in die Wandersaison 2011.

1.500 Bronzene Abzeichen wurden bereits verliehen, 100.000 Wander-Fitness-Pässe verteilt, 126 Gesundheitswanderführer- und führerinnen wurden ausgebildet und 50 Krankenkassen erkennen das Abzeichen in ihren Bonusprogrammen an. Damit haben der Deutsche Wanderverband und seine Mitglieder viel erreicht auf dem Weg zu einer stärkeren Akzeptanz des Wanderns unter dem Aspekt der Gesundheit.

Dank der Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit plant der Wanderverband einen neuen Internetauftritt zu diesem Thema. Wesentlicher Bestandteil wird eine Datenbank sein, mit denen Wanderer Wanderaktivitäten suchen können, die für das Deutsche Wanderabzeichen punkten. Sie haben damit die Chance, Wanderangebote einem breiten Publikum zu präsentieren und darüber hinaus neue Mitglieder zu gewinnen.

Interessierte Wanderer erhalten den Wander-Fitness-Pass bei den Mitgliedsvereinen des Deutschen Wanderverbandes, zum Beispiel auch bei den Zweigvereinen des Taunusklubs. In das kleine Heft wird die Teilnahme an den vielfältigen Bewegungsaktivitäten der Vereine, die für das Deutsche Wanderabzeichen punkten, eingetragen. Es dient als Grundlage für die Verleihung des Abzeichens. Ein Anreiz für den Erwerb des Deutschen Wanderabzeichens ist außerdem dessen Anerkennung in den Bonusprogrammen gesetzlicher Krankenkassen.

Auch die Mitglieder des Taunusklubs sammeln bereits seit Wochen fleißig Kilometer in ihrem Wander-Fitness-Pass.

1.2.2011 tk/gs/1